Der Gemeinderat von Heiden wehrt sich gegen das Konzept der Ausserrhoder Regierung, mehrere Buslinien im Appenzeller Vorderland in Frage zu stellen. Im Raum Heiden erreichen mehrere Buslinien den geforderten Kostendeckungsgrad oder die Nachfrage
nicht.
Dies geht aus dem «Leitbild und Konzept öffentlicher Regionalverkehr Appenzell Ausserrhoden» hervor. Das vom
Regierungsrat vorbereitete Konzept sei nicht akzeptierbar, schreibt der Gemeinderat von Heiden in seiner Stellungnahme zur Vernehmlassung von heute.
Es sollen in rund fünf Jahren mehrere Buslinien abgeschafft werden. Heiden hätte dann nur noch die beiden Buslinien nach St.
Gallen und die Bahn nach Rorschach. Einige Gemeinden im Appenzeller Vorderland könnten nach der gemäss dem Konzept geplanten Erfolgskontrolle komplett vom öffentlichen Verkehr abgeschnitten werden.
Der öffentliche Verkehr werde teurer, aber seine Attraktivität nehme ab, heisst es in der Mitteilung weiter. Auf die Gemeinden
würden 2,5 Millionen Franken abgewälzt. Es sei eine Zumutung, dass keine Bundesbeiträge mehr fliessen.
Das Konzept öffentlicher Regionalverkehr Appenzell Ausserrhoden 2011-2016 umfasst in erster Linie die systematische Überprüfung des
Bahn- und Busregionalverkehr, der durch Bund, Kanton und Gemeinden abgegolten wird. Zudem wird aufgezeigt, wie das ÖV-Angebot des
Kantons bedürfnisgerecht weiterentwickelt werden soll.
Die Linien Heiden-Walzenhausen-St. Margrethen und Heiden-St. Anton-Trogen erreichen die geforderte Nachfrage nicht. Die Linie Heiden-Rheineck erreicht weder die geforderte Nachfrage noch den Kostendeckungsgrad. Die Angebote sollen laut Konzept überprüft werden.