Mehrheit der Schweizer für direkte aktive Sterbehilfe
Eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung ist dafür, die heute verbotene direkte aktive Sterbehilfe gesetzlich zu erlauben. Dies geht aus einer nationalen Studie der Universität
Zürich hervor, die heute in Zürich vorgestellt wurde.
Gemäss der Studie würde eine Mehrheit die direkte aktive
Sterbehilfe für Menschen erlauben, die an einer tödlichen Krankheit
im Endstadium leiden. Diese Einstellungen hängen laut den Autoren
mit einer positiven Sicht auf das selbstbestimmte Sterben und einer
schwach ausgeprägten Religiosität zusammen.
Bislang ist die direkte aktive Sterbehilfe in der Schweiz
verboten. Wer also einen Menschen gezielt tötet, um dessen Leiden zu
verkürzen, macht sich strafbar.
Anders sieht es aus, wenn etwa Mittel verabreicht werden, welche
die Lebensdauer verkürzen oder wenn darauf verzichtet wird,
lebenserhaltende Massnahmen zu ergreifen. Solche Handlungen können
unter gewissen Voraussetzungen straflos sein.