Schaffhausner Staatsrechnung 13,8 Millionen im Plus
Die Staatsrechnung im Kanton Schaffhausen weist fürs Jahr 2099 einen Ertragsüberschuss von 13,8 Millionen Franken aus. Die beiden Hauptgründe für den guten Abschluss sind die Ausgabendisziplin und der höhere Anteil an der direkten Bundessteuer.
Finanzdirektor Heinz Albicker habe zwar mit einem guten Abschluss gerechnet, sei aber doch überrascht, wie gut er tatsächlich ausgefallen ist, sagte er heute vor den Medien. Für ihn war dies der letzte Rechnungsabschluss, denn er tritt zum 1. April in den Ruhestand.
Dass der Kantonsanteil an der direkten Bundessteuer so hoch ausgefallen ist, sei zu einem wesentlichen Teil der Ansiedlungspolitik und neu in Schaffhausen angesiedelten Unternehmen zu verdanken. Es gebe einzelne Firmen, die sehr hohe Bundessteuern zahlen, sagte Albicker.
Investiert hat der Kanton 7,6 Mio. Franken weniger als geplant. Das liegt zum einen daran, dass keine Subventionen für Schulbauprojekte der Gemeinden notwendig waren. Zum anderen gab es zeitliche Verzögerungen, so dass nicht alle vorgesehenen Projekte abgeschlossen werden konnten, erklärte Albicker.
Mit einem Eigenkapital über 200 Millionen Franken verfügt der Kanton über ein komfortables Polster, welches über die Rezession hinweg helfe, so der Finanzdirektor. Weil sich eine Rezession erst mit zwei Jahren Verzögerung im Staatshaushalt bemerkbar mache, rechnet er für 2010 bis 2012 zwar mit einem Einbruch, doch die Finanzlage sei weiterhin top.