Im Winterthurer «Break Even»-Pub ist das letzte Bier gezapft. Das von angehenden Betriebsökonomen der ZHAW geführte Pub hat Konkurs angemeldet. Die Enttäuschung der Studenten ist gross.
Wie aus einer E-Mail an die Studenten hervorgeht, wird nur noch der Wahlkurs bis Semester-Ende weitergeführt.
Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW wollte ihren Studierenden die Möglichkeit geben, selber ein Pub zu führen, inklusive Businessplan mit Erfolgsrechnung und Budget. Damit hätten sie theoretische Kenntnisse in einem praktischen Umfeld anwenden sollen.
Die Lernziele wurden aber offenbar weit verfehlt: Nur ein Jahr nach der Eröffnung im Jahr 2007 hatten die angehenden Betriebsökonomen bereits einen Verlust von 150'000 Franken eingefahren. Jetzt, ein eiteres Jahr später, musste die Break Even AG die Bilanz deponieren.
Es sei trotz aller Anstrengungen nicht gelungen, die Ertragskraft genügend zu steigern und die Altlasten abzubauen, erklärt Markus Prandini von der ZHAW gegenüber RADIO TOP.
Für die Studierenden sei das Projekt aber trotz des Konkurses sehr lehrreich gewesen. Sie hätten gelernt, was es heisst, ein Start-up-Unternehmen auf die Beine zu stellen und zu führen. Dabei hätten sie die Dynamik und Komplexität des Wirtschaftslebens hautnah erfahren.
Das Break Even hat seine Türen gestern geschlossen.