Die Elektrotechnik-Studenten der Zürcher Hochschule Winterthur haben heute die Aufträge für ihre Diplomarbeit erhalten. Traditionsgemäss haben sie sich daraufhin in der Winterthurer Altstadt zum kollektiven Rasieren getroffen.
Ab heute müssen sich die Studenten einen Bart wachsen lassen. Dieser darf in den nächsten beiden Monaten zwar gepflegt, nicht aber rasiert werden. Der Bart darf soweit gestutzt werden, dass die Haare nicht in den Mund kommen. Zu diesem Zweck haben die Studenten einen Bartvertrag aufgestellt. Darin wird unter anderem genau geregelt, was Vertragsbrechern für Sanktionen drohen.
Der Bart darf erst nach der offiziellen Diplomfeier der Elektrotechniker rasiert werden. Diese ist der Abschluss der «Frackwoche», in welcher die Studenten neben den Bärten auch noch Fräcke und Zylinder tragen. Von der Barttragepflicht ausgenommen wären Frauen. Im diesjährigen ET-Abschlussjahrgang gibt es allerdings keine Studentin.
Nicht genau Überliefert ist der Ursprung der Bartverträge. Informationen von ehemaligen Studenten zufolge, ist die Tradition in den 50er Jahren entstanden. Der Bart symbolisiert demnach, dass sich die Diplomanden auf derselben Stufe wie die Dozenten befinden.