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Gemeinsam gegen Spielsucht in Ostschweiz
 
Die Ostschweizer Kantone St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Glarus, Graubünden und Thurgau haben die Problematik der Spielsucht erkannt und ein gemeinsames Angebot zur Prävention und Bekämpfung der Spielsucht erarbeitet.

Das Massnahmenpaket setzt auf ein Zusammenspiel von Information und Prävention, Fortbildung von Suchtfachleuten in den Kantonen, Netzwerkarbeit sowie auf die schnelle und unkomplizierte Beratung und Unterstützung von Menschen mit einer Spielsuchtproblematik. Für die Umsetzung des Angebots konnte mit der Perspektive Thurgau eine im Bereich der Spielsuchtproblematik erfahrene Fachstelle gewonnen werden. Die Finanzierung des Angebots erfolgt durch die Interkantonale Landeslotterie Swisslos, die den Kantonen eine Abgabe von 0,5 Prozent des erzielten Bruttospielsertrags für Prävention und Spielsuchtbekämpfung leistet.

Menschen mit einer Spielsuchtproblematik und deren Angehörige haben jetzt die Möglichkeit, sich über die Internetseite www.sos-spielsucht.ch Rat zu holen oder direkt unter der Gratisnummer 0800 040 080 eine professionelle und anonyme Erstberatung zu erhalten. Jeder der beteiligten Kantone bietet zudem für Betroffene und Angehörige weiterführende Fachberatungen im persönlichen und vertraulichen Gespräch an. Hinweise auf die entsprechenden Fachstellen in den Kantonen sind ebenfalls auf der Internetseite www.sos-spielsucht.ch zu finden.

Unkontrolliertes Spielverhalten führt auf die Dauer zu finanziellen wie auch psychosozialen Folgeschäden. Mit der Aufnahme von Krediten oder dem Verkauf des persönlichen Eigentums beginnt ein Kreislauf, der auch, wenn die eigenen Mittel erschöpft sind, zu illegalen Handlungen führen kann. Weitere Folgen können Depressionen, Konzentrationsstörungen, Schlaflosigkeit oder steigender Konsum von Alkohol oder Tabak sein. Nicht zuletzt kann ein solches exzessives Spielverhalten negative Auswirkungen auf die Famile und die Arbeit nach sich ziehen.

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09.02.2010, 11:26 (mru)



 
 
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