Der Kanton St. Gallen stellt den Gemeinden Goldach und Untereggen Fusionsbeiträge von 9,8 Millionen Franken in Aussicht. Die Stimmberechtigten der beiden Gemeinden
entscheiden am 30. November über einen Zusammenschluss.
Die Fusion könnte auf Anfang 2011 erfolgen. Im Vorfeld der Grundsatzabstimmung hat die Regierung das Gesuch von Goldach und
Untereggen positiv beurteilt, wie es in einer Mitteilung heisst. Der in Aussicht gestellte Startbeitrag sei bisher der höchste im Kanton.
Mit Goldach und Untereggen planen erstmals zwei ungleiche Nachbarn die Fusion: Goldach mit rund 9'000 Einwohnern hat einen tiefen Steuerfuss (116 Prozent), aber wenig Baulandreserven. Die 1'000-Seelen-Gemeinde Untereggen erhebt hohe Steuern (162 Prozent),
verfügt aber über Entwicklungspotenzial als Wohngemeinde.
Der tiefe Steuerfuss von Goldach soll nach einer
Fusion während zehn Jahren nicht erhöht werden. Den Steuerzahlern von Untereggen
brächte der Zusammenschluss somit eine Entlastung um 46 Prozentpunkte. Anderseits müsste Goldach-Untereggen auf einen
Finanzausgleich von jährlich zwei Millionen Franken verzichten.