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Sind Fische auch Faultiere?
 
Forscher haben erstmals bei Fischen eine Art Winterschlaf beobachtet: Der Antarktisdorsch «Notothenia coriiceps» lege im Winter seinen Stoffwechsel gezielt auf Eis, berichten britische Wissenschaftler.

Die Fische verringerten ihren Herzschlag, senkten den Energieverbrauch erheblich und verharrten nahezu bewegungslos in ihrem Revier, hiess es im Fachjournal «One». In diesem Zustand konnten Taucher die trägen Tiere sogar in die Hand nehmen und sie einige Zeit festhalten, berichten die Wissenschaftler weiter. Alle vier bis zwölf Tage wachten die Fische dann für ein paar Stunden auf und kurbelten ihren Stoffwechsel wieder auf die sommerlichen Werte an.

Zwar verbrächten viele Fischarten den Winter in einer Art Schlafzustand, allerdings sinke deren Stoffwechselaktivität stets in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur, schreiben die Forscher. In der Antarktis ändere sich jedoch die Wassertemperatur kaum. Der Ruhezustand der «Gelbbauchnotothenia» erfordere ein aktives Umschalten zwischen einer Sommer- und einer Winter- Stoffwechselstrategie.

Damit ähnele das Verhalten der «Antarktisdorsche» dem echten Winterschlaf einiger landlebender Tierarten. Bei Fischen sei ein solches Verhalten bislang noch nicht beobachtet worden.

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05.03.2008, 11:09 (uhe/sda)



 
 
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