Der Titelverteidiger Kadetten Schaffhausen steigt als klarer Favorit in die morgen Freitag beginnende NLA-Meisterschaft der Handballer. Spannend kündigt sich der Kampf um den zweiten Platz im Playoff-Final an. Diesen hat auch Cupsieger Pfadi Winterthur im Visier.
Nach zwei Jahren Unterbruch kehrten die Kadetten in der vergangenen Saison mit einem Vorsprung von 14 Punkten auf das zweitklassierte GC Amicitia Zürich auf den nationalen Thron zurück. Zwar verloren die Schaffhauser mit dem linken Flügel Manuel Liniger ihren Topskorer, dennoch ist das Team eher stärker einzustufen oder wie es Präsident Giorgio Behr ausdrückt: «ausgeglichener».
Die Kadetten können sich nur selber schlagen. Angesichts der enormen Qualität im Team dürfte auch die Doppelbelastung mit der Champions League nicht gross ins Gewicht fallen. Einen der drei angestrebten nationalen Titel haben die Schaffhauser bereits gewonnen, nämlich den Supercup. In diesem bekundeten sie beim 39:37 nach zwei Verlängerungen gegen Cupsieger Pfadi Winterthur jedoch unerwartet grosse Probleme.
Die Winterthurer stellen einen valablen Kandidaten für den Playoff-Final dar. Die Verpflichtung des Rückraumspielers Julian Krieg vom deutschen Regionalligisten Schalksmühle/Halver scheint ein Glücksfall zu sein. Im Weiteren stiess unter anderen der Schweizer Internationale Marcel Hess von GC Amicitia Zürich zu Pfadi.
GC Amicitia, der Meister von 2008 und 2009, verlor wichtige Teamstützen. Der BSV Bern Muri, Dritter der vergangenen Saison, dürfte das Niveau zumindest gehalten haben. Einen weiteren Schritt nach vorne will Kriens-Luzern machen. Auch St.Otmar St.Gallen, das finanzielle Sorgen hat, und Wacker Thun dürfen sich realistische Chancen auf die Finalrunde der besten sechs Mannschaften ausrechnen.
Abstiegskandidat Nummer 1 ist Aufsteiger Arbon. Nur noch der Letztplatzierte der Abstiegsrunde steigt direkt ab. Der Zweitletzte bestreitet gegen den Zweiten der NLB eine Barrage.
(Bild: Der neue Pfadi-Captain Marco Kurth nach dem Cupsieg 2010)