Bei tödlichen Familiendramen greift der Täter meistens zu einer Schusswaffe. Dabei wird in einem Viertel der Fälle mit einer Armeewaffe getötet. Das zeigt eine im Januar publizierte Studie des Universitätsspitals Lausanne.
In der Hälfte der Fälle stammen die Waffen aus dem Privatbesitz. Die Herkunft des Restes der eingesetzten Schusswaffen konnte nicht rekonstruiert werden. Die Studie untersuchte 75 Delikte, bei denen der Täter zuerst sein Opfer und dann sich selber tötete. Die Fälle stammen aus zehn Kantonen aus den Jahren 1981 bis 2004.
In der Zusammenfassung der Studie, die Ende Januar im «American
Journal of Forensic Medicine and Pathology» erschien, folgern die Autoren: Ein strengeres Waffenrecht in der Schweiz könnte ein Faktor in der Prävention von tödlichen Familiendramen sein. Erstautorin ist die Medizinerin Silke Grabherr, einer der weiteren Autoren ist der Zürcher Strafrechtsprofessor Martin Killias.