Die von der Finanzkrise erschütterte UBS schreibt im vierten Quartal 2009 mit 1,2 Milliarden Franken Gewinn. Dies sind erstmals seit fünf Quartalen wieder schwarze Zahlen. Im Gesamtjahr steht aber immer noch ein Riesenverlust von 2,7 Milliarden.
Als Ergebnisstütze erwies sich in den letzten drei Monaten des Jahres einmal mehr das Vermögensverwaltungsgeschäft für reiche Kunden und das Schweizer Geschäft. Der Vorsteuergewinn der Division Wealth Managament & Swiss Bank stieg im Vergleich zum Vorquartal um 40 Prozent auf rund eine Milliarde Franken.
Besser abgeschnitten als im Vorquartal hatte auch die Vermögensverwaltung für institutionelle Kunden (Asset Management): Der Gewinn dieser Division stieg von 130 auf 284 Millionen. Der Ertragsrückgang in diesem Geschäftsbereich habe durch einen tieferen
Personalaufwand mehr als ausgeglichen werden können, so die UBS.
Den schwarzen Zahlen gegenüber stehen aber Geldabflüsse in allen Geschäftsbereichen. Besonders ausgeprägt war der Abfluss im Geschäft mit internationalen Kunden, wo im vierten Quartal rund 27 Milliarden abflossen. Aber auch Schweizer Kunden zogen netto rund 6 Milliarden ab.
Die Geldabflüsse dürften in nächster Zeit aber anhalten, kommentiert die Konzernleitung die Entwicklung im Communiqué der Bank.
Der von Oswald Grübel vor knapp einem Jahr eingeleitete Wiederaufbau der UBS dürften weiter Früchte tragen: Gemäss Konzernleitung sollen sich die verringerte Risiken, die bessere
operative Leistung und die Neuausrichtung der Bank in den nächsten Quartalen positiv auswirken.
Das vierte Quartal habe eine klare strategische Stossrichtung für die UBS vorgegeben, schreibt die Konzernführung in einem Brief an die Aktionäre.