Würdiger Abschied von Herbi Lips im Zürcher Grossmünster
Rund 1000 Personen haben am Donnerstag im Zürcher Grossmünster Abschied genommen von «Conelli»-Mitgründer Herbi Lips.
Den Trauergottesdienst hielt Martin Keller, Pfarrer der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Kilchberg ZH.
Die letzte Ehre erwiesen Herbi Lips zahlreiche Artisten, darunter Dimitri sowie Franco Knie. Die Zürcher Stadtregierung war mit einer
Delegation, angeführt von Stadtpräsidentin Corine Mauch, an der Abschiedsfeier vertreten.
In seiner Trauerrede sagte Pfarrer Martin Keller, mit dem Leben sei es wie mit einem Zirkusprogramm: «Es kommt nicht darauf an, wie lange es dauert, sondern wie bunt es ist». Keller beschloss die Feier mit einem Zitat von Charlie Chaplin, das nach seinen Worten besonders gut zu Herbi Lips passt: «Wer das Leben zu ernst nimmt, braucht ein Menge Humor, um es zu überleben.»
FDP-Nationalrätin Doris Fiala sagte in einer Würdigung, Herbi habe sie beeindruckt, weil er sich trotz seiner schweren Krankheit
nicht versteckt habe. Musikalisch umrahmt wurde die Trauerfeier von einem klassischen Streichkonzert sowie Gesangseinlagen der Musikerin und TV-Moderatorin Sandra Studer.
Herbi Lips war Ende Februar im Alter von 73 Jahren seiner Krebserkrankung erlegen. Gemeinsam mit dem ehemaligen Zirkusartisten
Conny Gasser und anderen gründete er 1982 den «Circus Conelli», den ersten Weihnachtszirkus der Schweiz. Herbi Lips wurde am 4. Juli 1936 in Zürich geboren. Er machte sich früh selbständig und hegte seit jeher eine Begeisterung für den Zirkus.
Letzten November erfüllte er sich, schon schwer von der Krankheit gezeichnet, einen Traum: Lips besuchte noch die Premiere des neuen
Programms «Generations». 2004 erhielt Herbi Lips für sein Lebenswerk den Prix Walo. 2007 überreichte ihm der damalige Zürcher Stadtpräsident Elmar Ledergerber den «Goldenen Löwen», den Ehrenpreis der Stadt Zürich.