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10 Jahre nach Blocher-Abwahl: «SVP hat davon profitiert»

Die SVP musste vor 10 Jahren eine der grössten politischen Niederlagen einstecken. Das Parlament hat Bundesrat Christoph Blocher nicht bestätigt. Die Auswirkungen sind bis heute zu spüren.

12.12.2017 / 14:58 / von: rwa
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Bild: blocher.ch

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115 Parlamentarier haben bei der Gesamterneurungswahl des Bundesrats vor 10 Jahren für Christoph Blocher gestimmt. Die Sprengkandidatin Eveline Widmer-Schlumpf hat 125 Stimmen erhalten. Damit war klar, Christoph Blocher bleibt nicht Bundesrat. Als Widmer-Schlumpf die Wahl annahm, musste sie die SVP verlassen. Damit hatte die grösste Partei der Schweiz nur noch einen Bundesrat. Widmer-Schlumpf ist der neugegründeten BDP beigetreten.

Dieser politische Paukenschlag hat auch 10 Jahre später noch Auswirkungen. Mitte-Links war verantwortlich für die Abwahl Blochers. «Das war der Beginn eines Mitte-Links-Bündnisses», sagt Politologe Marc Bühlmann. Ausserdem war es die Geburtsstunde der BDP. Die BDP konnte aber nur kurzfristig vom damaligen Effekt profitieren. «Die Mitte-Parteien verlieren heute wieder Wähleranteil im Vergleich zu früher», meint Bühlmann. Die SVP hingegen habe schlussendlich von der Abwahl sogar profitiert. «Die SVP konnte viele unzufriedene Bürger für sich gewinnen», sagt Bühlmann weiter. Heute ist die SVP noch stärker als vor der Abwahl Blochers.

Die grösste Schweizer Partei hat heute auch wieder zwei Bundesräte. Vor zwei Jahren ist Guy Parmelin zum Nachfolger von Eveline Widmer-Schlumpf gewählt worden.

RADIO TOP hat mit Politolog Marc Bühlmann auf die Abwahl von Christoph Blocher zurückgeblickt:

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