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Tessinerin Anna Felder erhält den Grand Prix Literatur

Die 80-jährige Anna Felder erhält für ihr Gesamtwerk den mit 40'000 Franken dotierten Grand Prix Literatur Schweiz, die höchste Schweizer Literaturauszeichnung. Der Spezialpreis Übersetzung in gleicher Höhe geht an die Deutschschweizerin Yla von Dach.

19.01.2018 / 12:26 / von: meg
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Anna Felder gewinnt den Grand Prix Literatur (Bild: ansichten.srf.ch)

Anna Felder gewinnt den Grand Prix Literatur (Bild: ansichten.srf.ch)

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Anna Felder erhält den Grand Prix «für die Originalität eines von Menschlichkeit und Humor geprägten Werks», wie es in der Mitteilung des Bundesamtes für Kultur heisst. Das Werk der Tessinerin, von ihrem ersten Roman «Tra dove piove e non piove» aus dem Jahr 1970 bis zur jüngst erschienenen Erzählsammlung «Liquida», «verführt mit seiner Poesie und seiner Musikalität, seinem feinen Humor und dem präzisen Blick, den die Autorin auf Mensch und Natur wirft». Die 80-Jährige schreibe mit einer fast «übernatürlich» anmutenden Gewandtheit und Virtuosität.

Anna Felder wurde 1937 in Lugano geboren, ihr Vater war aus Willisau, die Mutter stammte aus der italienischen Provinz Bergamo. Felder studierte in Zürich und Paris und arbeitete bis 1999 als Italienischlehrerin an der Alten Kantonsschule Aarau. Heute pendelt sie zwischen dem Aargau und dem Tessin.

Die Trägerin des Übersetzerpreises, Yla von Dach, wurde 1946 im bernischen Lyss geboren. Nach dem Lehrerseminar war sie Journalistin. In den frühen 1980er Jahren begann sie als Übersetzerin, verfasste aber auch eigene belletristische Werke. Zu den Westschweizer Autoren, welche sie im deutschen Sprachraum bekannt machte, gehören unter anderen Nicolas Bouvier, Catherine Safonoff, Marius Popescu und Michel Layaz.

Sieben weitere Schreibende erhalten Einzelwerkpreise in Höhe von je 25'000 Franken. Es sind dies im Einzelnen: Michael Fehr für «Glanz und Schatten», Friederike Kretzen für «Schule der Indienfahrer» und Yael Inokai für «Mahlstrom»; weiter die beiden Lausanner Jérôme Meizoz für «Faire le garçon» und Baptiste Gaillard für «Un domaine des corpuscules» sowie der Tessiner Fabiano Alborghetti für «Maiser» und der Bündner Dumenic Andry für «Sablun».

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