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«7to7»-Initiative: Das sind die Pro und Contras

In allen Schaffhauser Gemeinden sollen kostenlose Tagesschulen für Kinder von 7 Uhr morgens bis 7 Uhr abends geöffnet sein. Das fordert die «7to7»-Initiative der AL. Dem Kantonsrat geht diese Forderung zu weit.

14.11.2017 / 15:35 / von: vdi
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Nicht alle stehen hinter der Initiative. (Symbolbild: pixabay.com)

Nicht alle stehen hinter der Initiative. (Symbolbild: pixabay.com)

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Familien im Kanton Schaffhausen soll das Leben vereinfacht werden. Deshalb fordern die Initianten der «7to7»-Initiative: Kostenlose Tagesschulen für alle und das von 7 Uhr morgens bis 7 Uhr abends. Jede Gemeinde soll einen solchen Service bieten. Das Angebot soll indirekt über die Steuern finanziert werden. Die Kosten berechnet der Kanton auf 10 Millionen Franken pro Jahr.

Dem Kantonsrat geht diese Forderung zu weit. Deshalb hat die Schaffhauser Kantonsregierung einen Gegenvorschlag ausgearbeitet. Der Regierungsrat hält darin fest, dass Gemeinden Tagesschulen anbieten dürfen aber nicht müssen. Ausserdem würden die Kosten nur noch rund 4.5 Millionen betragen und die Kosten zwischen Kanton, Gemeinden und Eltern geteilt werden.

Der RADIO TOP-Beitrag zum Thema: 

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SVP-Kantonsrat Mariano Fioretti kritisiert, dass alle für die Kinder einzelner zahlen müssten. Ganz anders sieht das Anna Näf von der AL: «Das ist das Solidaritätsprinzip, ich finanziere mit meinen Steuern auch die Strassen, obwohl ich nicht Auto fahre.» Ausserdem würden mehr Eltern wieder arbeiten gehen, wenn es eine kostenlose Tagesschule geben würde. Dies würde der Wirtschaft helfen, so Näf zu RADIO TOP.

Auch dem FDP-Präsidenten Marcel Sonderegger sind die Kosten zu hoch. Die FDP unterstützt darum den Gegenvorschlag des Kantonsrats. «So könne jede Gemeinde ihre eigene Lösung finden.», sagt Sonderegger gegenüber RADIO TOP.

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