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Keine Mufflons für Munotgraben

Der Schaffhauser Stadtrat hat geprüft, ob die Haltung von Mufflons im Munotgraben möglich ist. Der Grosse Stadtrat wollte, dass sein Wappentier angesiedelt wird. Der Stadtrat hält aber nichts von der Idee.

19.06.2018 / 13:28 / von: rwa
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Im Munotgraben sollen weiterhin Damhirsche gehalten werden. (Bild: Stadt Schaffhausen)

Im Munotgraben sollen weiterhin Damhirsche gehalten werden. (Bild: Stadt Schaffhausen)

Mufflons sind auch künftig nicht zu sehen im Munotgraben. (Bild: wikipedia.org unter Creative Commons)

Mufflons sind auch künftig nicht zu sehen im Munotgraben. (Bild: wikipedia.org unter Creative Commons)

Das Stadtwappen von Schaffhausen. (Bild: wikipedia.org unter Creative Commons)

Das Stadtwappen von Schaffhausen. (Bild: wikipedia.org unter Creative Commons)

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Vor zwei Jahren hat der Grosse Stadtrat ein Postulat von Alfred Tappolet (SVP) an den Stadtrat überwiesen. Darin wurde der Stadtrat aufgefordert, zu prüfen, ob anstatt des Damhirschen das Wappentier der Stadt, der Mufflon, angesiedelt werden kann. Der Stadtrat kommt in seiner Prüfung allerdings zum Schluss, dass eine Mufflonhaltung zu aufwändig wäre.

RADIO TOP-Beitrag über die Mufflon-Diskussion in Schaffhausen:

Beitrag

Gemäss Untersuchung müssten diverse bauliche Anpassungen im Munotgraben vorgenommen werden. Weil Mufflons sehr kletterfreudige Tiere sind, müssten diverse Zäune aufgestellt werden, damit die Tiere nicht aus dem Graben klettern könnten. Ausserdem müsste der Graben in verschiedene Koppeln unterteilt werden, damit die Gefahr von Krankheiten vermindert werden könnte. Hinzu kommt, dass es sich gemäss Aussagen von Historikern beim Stadtwappentier gar nicht um ein Mufflon sondern um einen Schafswidder handelt. Nur das männliche Mufflon erinnert mit seinen Hörnern an das Wappentier.

Da es sich vermutlich um einen Schafswidder auf dem Stadtwappen handelt, wurde auch die Haltung dieses Tieres geprüft. Aber auch dabei kommt der Stadtrat zum Schluss, dass eine Schafswidderhaltung zu aufwendig wäre. 

Auch geprüft wurde, ob im Munotgraben die Beweidung eingestellt werden kann oder ob Gärten angelegt werden können. Diese Nutzung würde aber gemäss Untersuchung ebenfalls mehr Aufwand mit sich bringen. So müsste eine Wiese mehrmals pro Jahr sehr aufwändig gemäht werden. Ausserdem eignet sich die Fläche nicht für Gärten, weil es im Graben sehr schattig ist.

Dammhirsche werden seit über hundert Jahren im Munotgraben gehalten. Deshalb und weil andere Varianten im Munotgraben zu aufwendig wären spricht sich der Stadtrat dafür aus, dass an dieser Tradition festgehalten wird. 

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