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Schaffhauser Gemeinden stehen finanziell gut da

14 Schaffhauser Gemeinden erhalten für das Jahr 2017 Geld aus dem innerkantonalen Finanzausgleich, zwölf Gemeinden leisten Beiträge. Wiederum muss Thayngen am meisten einzahlen, während die Stadt Schaffhausen am meisten erhält.

10.11.2017 / 14:37 / von: nsh / sda
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Die Gemeinde Thayngen muss wieder am meisten Einzahlen. (Bild: wikipedia.org / prekario unter creative commons)

Die Gemeinde Thayngen muss wieder am meisten Einzahlen. (Bild: wikipedia.org / prekario unter creative commons)

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Insgesamt werden 5,4 Millionen Franken umverteilt, davon tragen der Kanton und die finanzstarken Gemeinden je die Hälfte.

Siblingen gehört nach drei Jahren als Zahlerin nun wieder zu den Empfängergemeinden. Das Volkswirtschaftsdepartement hat den Finanzausgleich für das Jahr 2017 festgelegt, wie es am Freitag mitteilte. Dieser besteht aus dem Ressourcenausgleich und aus dem Lastenausgleich.

Mit dem Ressourcenausgleich werden grosse Unterschiede bei der Steuerkraft teilweise verringert. In diesem Jahr liegt er bei 2,9 Millionen Franken. Das sind 700'000 Franken mehr als im Vorjahr.

Grund für den Anstieg ist die Stadt Schaffhausen, die mit ausserordentlich hohen Steuereinnahmen im Jahr 2016 die durchschnittliche Steuerkraft in die Höhe getrieben hat. Entsprechend höher fallen die Ansprüche der finanzschwachen Gemeinden aus.

Der Lastenausgleich gleicht Ausgaben aus, die die Gemeinden nicht beeinflussen können. Berücksichtigt werden die Bildungs-, Sozialhilfe-, Polizei-, und Zentrumslast sowie die sogenannte Last der Weite. In diesem Jahr beläuft er sich auf 2,5 Millionen Franken. Grund für den Anstieg um rund 150'000 Franken sind überdurchschnittlich gestiegene Sozialhilfekosten in der Stadt Schaffhausen.

Thayngen, Beringen, Neuhausen am Rheinfall und Stein am Rhein bezahlen jeweils mehr als 200'000 Franken in den Finanzausgleich. Die höchsten Pro-Kopf-Beiträge richten Buchberg und Dörflingen aus. Insgesamt betragen die Ausgleichszahlungen zwischen 8 und 132 Franken pro Einwohner.

Am meisten Geld pro Einwohner bekommt erneut Beggingen mit 959 Franken. Die absolut höchsten Beiträge erhalten wiederum Schaffhausen (987'857 Franken), Merishausen (609'462 Franken), Schleitheim (578'419 Franken) und Hallau (462'193 Franken).

Insgesamt seien die Jahresabschlüsse 2016 der Gemeinden sehr erfreulich ausgefallen, heisst es in der Mitteilung. Per Ende Dezember weisen die Schaffhauser Gemeinden ein kumuliertes Eigenkapital von 120,9 Millionen Franken aus.

Trotz hoher Nettoinvestitionen ist die Nettoschuld pro Einwohner von durchschnittlich 1341 Franken im Jahr 2015 auf 823 Franken gesunken.

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