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Baloise verharrt auf Vorjahresniveau

Beim Versicherungskonzern Baloise ist das Geschäftsvolumen in den ersten neun Monaten auf dem Vorjahresniveau stehen geblieben. Das Unternehmen nahm Prämien von 7,22 Milliarden Franken ein.

15.11.2017 / 07:58 / von: sda
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Das sind 0,2 Prozent weniger als in der gleichen Vorjahresperiode, wie die Baloise am Mittwoch in einem Communiqué bekannt gab. Grund dafür ist die Lebensversicherung. Hier hat die Baloise einen geschlossenen Bestand in Deutschland verkauft, was dort für einen Rückgang in der Lebensversicherung um gut ein Fünftel sorgte.

Zudem habe man sich bei der Zeichnung neuer Lebensversicherungen zurückgehalten, schrieb der Konzern. Gesamthaft schrumpften die Lebensversicherungsprämien um 1,5 Prozent auf 2,87 Milliarden Franken. Weil die Zinssituation etwas weniger angespannt sei, sei das Lebengeschäft aber auf bestem Weg, einen soliden Ergebnisbeitrag zu erreichen.

Leichter Rückgang

Bei den Prämien mit Anlagecharakter gab es aufgrund von saisonalen Gegebenheiten ebenfalls einen Rückgang um 1,2 Prozent auf 1,63 Milliarden Franken. Während diese im mit Abstand grössten Markt Luxemburg klar wuchsen, wo die Baloise ihr internationales Lebengeschäft betreibt, gab es einen Einbruch in Belgien. Auch in der Schweiz kassierte die Baloise deutlich weniger Prämien mit Anlagecharakter.

Bei diesen Lebensversicherungen wird das Sparkapital des Versicherungsnehmers auf dessen Rechnung und Risiko angelegt. Die Versicherung muss daher selbst keine Zinsgarantie abgeben. Das ist angesichts der weniger profitablen traditionellen Lebensversicherung attraktiver, die unter tiefen Zinsen leidet.

Gutes Ergebnis erwartet

Gewachsen ist die Baloise indes im Nichtlebengeschäft, wo die Prämien um 1,9 Prozent auf 2,72 Milliarden Franken zulegten. Am kräftigsten war das Wachstum in Belgien, dem zweitgrössten Markt der Baloise hinter der Schweiz. Hierzulande stagnierten die Prämien bei 1,23 Milliarden Franken.

Auch in Deutschland konnte die Baloise im Nichtlebenversicherungsgeschäft 2,7 Prozent mehr Prämien einnehmen. Allerdings machten dortige Unwetterschäden im Sommer und im Herbst dem Konzern zu schaffen.

Bei der Profitabilität des Nichtlebengeschäfts erwartet die Baloise für das ganze Geschäftsjahr 2017 ein gutes Ergebnis. Der Schaden-Kosten-Satz (sog. Combined Ratio) dürfte zwischen 90 und 95 Prozent liegen, hiess es weiter.

Im ersten Semester hatte sich das das Verhältnis von Schadenleistungen und administrativem Aufwand zum Prämienvolumen auf 89,7 Prozent belaufen. Unter 100 Prozent ist das Geschäft versicherungstechnisch profitabel. Gewinnzahlen gab die Baloise für die ersten neun Monate keine bekannt.