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Booking.com reagiert auf Vorwürfe

Am Dienstagmorgen wurde bekannt, dass der Preisüberwacher eine Klage gegen die Online-Buchungsplattform Booking.com eingereicht hat. Nun hat sich Booking.com zu den Vorwürfen geäussert und streitet alles ab.

12.09.2017 / 15:52 / von: mle
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Booking.com beteuert, dem Preisüberwacher alle verlangten Dokumente zugeschickt zu haben. (Bild: Pixelio / Martin Moritz)

Booking.com beteuert, dem Preisüberwacher alle verlangten Dokumente zugeschickt zu haben. (Bild: Pixelio / Martin Moritz)

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Am Dienstagmorgen wurde bekannt, dass der Preisüberwacher eine Klage gegen die Online-Buchungsplattform Booking.com eingereicht hat. Nun hat sich Booking.com zu den Vorwürfen geäussert.

Per 8. September 2017 hat der Preisüberwacher gegen Booking.com ein Verfahren gemäss Preisüberwachungsgesetz (PÜG) eröffnet – mit der Begründung, Booking.com hätte «kein Interesse an der Gesprächsaufnahme».

Das entspreche nicht den Tatsachen, sagt Booking.com in einer Mitteilung vom Dienstagnachmittag. Von Diskussionsverweigerung könne keine Rede sein: Am 13. Juni hätten sich Exponenten von Booking.com mit Vertretern des Preisüberwachers in Bern getroffen. Dem Preisüberwacher lägen seit Langem alle nötigen Daten und Fakten vor.

Booking.com hätte der Preisüberwachung umfassendes Beweismaterial zum Funktionieren des Wettbewerbs auf dem Markt für die Vermittlung von Buchungen durch Online-Buchungsplattformen (OTA Markt) in der Schweiz vorgelegt. 

Im Treffen habe Booking.com aufgezeigt, dass die Höhe der Kommissionsraten angemessen sei im Vergleich zu den Kommissionsraten der Wettbewerber sowie verglichen mit den Kommissionraten in vergleichbaren Ländern. Das gelte insbesondere auch bezogen auf den Wert der Dienstleistungen, die Booking.com für die Unterkünfte erbringe. Ausserdem beteuert Booking.com in der Mitteilung, dass sie die Kommissionen in der Schweiz seit 2010 nicht erhöht hätten. 

Booking.com wirft dem Preisüberwacher ausserdem vor, die eingesandte Argumentation und die entsprechenden Unterlagen nicht berücksichtigt zu haben.

Weiter betonen sie, den Preisüberwacher am 16. August 2017 informiert zu haben, dass sie eine Senkung der Kommissionsraten in der Schweiz nicht in Betracht ziehen würden. 

«Wir warten nun die nächsten Schritte ab. Wir gehen von einem fairen Verfahren aus und sind zuversichtlich, dass der Preisüberwacher nach Würdigung aller Tatsachen zum Schluss kommt, dass ein Eingriff in die Marktmechanismen im Falle von Booking.com nicht notwendig, nicht sachgerecht und nicht angemessen wäre», schreibt Booking.com.

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