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Der Wind bläst zum Teil kräftig Schnee in die Berge

Der Herbststurm hat zum Teil viel Schnee an die Berge geweht. Am Morgen wachten am Alpennordhang die Menschen unter zum Teil einer 30 bis 50 Zentimeter hohen Neuschneedecke auf. An besonders dem Wind ausgesetzten Lagen, wie dem Säntis, gab es grosse Schneeverwehungen.

13.11.2017 / 10:26 / von: sda
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Unter anderem auf dem Säntis schneite es kräftig. (Symbolbild: pixabay.com)

Unter anderem auf dem Säntis schneite es kräftig. (Symbolbild: pixabay.com)

Gemäss SRF Meteo beträgt die Gesamtschneemenge auf dem Ostschweizer Gipfel Säntis inzwischen 73 Zentimeter, wie es in einer Mitteilung vom Montagmorgen heisst. Gemäss Klaus Marquart von Meteonews hat es auf dem Säntis in der Nacht aber so heftig gewindet, dass es zum Teil Schneeverwehungen gab, die bis zu zwei Meter hoch sein können. «Auf der Krete liegt dagegen kaum noch Schnee.»

Viel Schnee gab es gemäss SRF Meteo in Hochlagen. Deren Station Gandegg bei Zermatt in 2700 Metern Höhe vermeldete 101 Zentimeter Neuschnee. Dort oben liegen bereits 162 Zentimeter Schnee.

«Nur» 40 Zentimeter Neuschnee bekam in der Nacht auf Montag die Meteonews-Station auf dem Luzerner Pilatus auf 2106 Metern Meereshöhe ab. Allgemein gab es in Höhenlagen ab etwa 1000 Meter Schnee, Teilweise auch in tieferen Lagen bis 600 Meter. Darunter regnete es.

Etwas mehr Schnee, nämlich 60 Zentimeter, vermeldeten die Messstationen in 1670 Metern Höhe aus La Dôle im Waadtländer Jura und von der Grimsel in knapp 2000 Metern Höhe im Kanton Bern.

Der kräftige Schneefall führte gemäss den auf der Website des TCS veröffentlichten Informationen von Viasuisse in den Bergen zu Verkehrsbehinderungen wegen schneebedeckter Fahrbahnen, so im Raum Davos-Arosa-Thusis im Bündnerland, am Lukmanier und in der Innerschweiz.

Die Kaltfront «angekündigt» hatte am Sonntag ein kräftiger Herbststurm mit starken Böen und Graupelschauern, Hagel, Blitz, Donner und Regen. Der kräftigste Windstoss wurde mit 143 Stundenkilometern auf dem Pilatus gemessen.

Die Polizeien meldeten vorwiegend kleinere Schäden, so einige umgestürzte Bäume oder im Kanton Bern. Im Tessin wurde das Zelt des Circus Knie in Mitleidenschaft gezogen.