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Immer mehr Frauenhandel im Asylbereich

In der Schweiz werden immer mehr Fälle von Menschenhandel aufgedeckt. Vor allem Frauen im Asylprozess sind betroffen, wie der Jahresbericht der Zürcher Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration (FIZ).

15.05.2018 / 04:22 / von: das/sda
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Vor allem Frauen im Asylprozess sind von Menschenhandel betroffen. (Bild: amnesty.ch/Wikicommons/Julica da Costa Juhu)

Vor allem Frauen im Asylprozess sind von Menschenhandel betroffen. (Bild: amnesty.ch/Wikicommons/Julica da Costa Juhu)

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Die Fachstelle hat im vergangenen Jahr 228 Fälle in ihrer Interventionsstelle für Betroffene von Frauenhandel betreut. Dabei sticht besonders heraus, dass sich der Anteil von Opfern aus dem Asylbereich verdreifacht hat. Deren Anteil stieg von zehn auf 34 Prozent.

Dieser deutliche Anstieg bei Fällen aus dem Asylbereich beeinflusst auch das Gesamtbild punkto Herkunft. Seit 2008 war Ungarn Spitzenreiter bei den Herkunftsländern. 2016 mehrten sich erstmals die Fälle aus Nigeria, und 2017 steht das afrikanische Land mit 15 Prozent der neuen Fälle gleichauf mit Ungarn. Fast alle Betroffenen aus Nigeria sind aus dem Asylbereich.

Gemäss Jahresbericht geraten die meisten Frauen bereits auf der Flucht in Ausbeutungsverhältnisse. «Einmal hier im Asylbereich angekommen, erfahren sie nicht den Schutz, den sie brauchen», heisst es. Von den 228 Fällen waren 111 neue Fälle. Über ein Drittel der neuen Fälle betrifft Asylsuchende. In zehn der neuen Fälle sind Minderjährige involviert.

Die FIZ setzt sich nach eigenen Angaben für den Schutz und die Rechte von Migrantinnen ein, die von Gewalt und Ausbeutung betroffen sind. Sie weist auf Missstände hin und fordert Verbesserungen für Opfer von Frauenhandel und andere gewaltbetroffene Migrantinnen. Zu diesem Zweck führt sie zwei Beratungsstellen.

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