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Integrationsvorlehren für Flüchtlinge starten im Sommer

Ab diesem Sommer bieten 18 Kantone einjährige Integrationsvorlehren an. Diese sollen anerkannte Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Personen mit beruflichem Potenzial gezielt auf eine Berufsausbildung vorbereiten.

17.05.2018 / 14:56 / von: sbr/sda
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Im Kanton Zürich gibt es solche Integrationslehren bereits in der Logistik. (Symbolbild: pixelio.de/	Paul-Georg Meister)

Im Kanton Zürich gibt es solche Integrationslehren bereits in der Logistik. (Symbolbild: pixelio.de/ Paul-Georg Meister)

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Das Pilotprogramm des Bundes dauert insgesamt vier Jahre. Die ersten Integrationsvorlehren starten im August, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) mitteilt.

Die Teilnehmenden sollen praktische, schulische und sprachliche Kompetenzen aufbauen, die es für eine Berufslehre braucht. Wer eine Integrationsvorlehre macht, arbeitet in der Regel rund drei Tage pro Woche in einem Betrieb.

Das SEM wird aus einem Rahmenkredit von 46,8 Millionen Franken maximal 3600 Plätze mitfinanzieren, verteilt über vier Jahre. Die Kantone erhalten einen Pauschalbeitrag von 13'000 Franken pro Ausbildungsplatz und Jahr. Die darüber hinausgehenden Kosten tragen sie selber.

Die Federführung für die Umsetzung liegt bei den kantonalen Berufsbildungsbehörden. Diese arbeiten mit Unternehmen, Wirtschaftsverbänden und Berufsfachschulen zusammen. Dadurch sei sichergestellt, dass die Integrationsvorlehren auf den Bedarf der Branchen und Betriebe abgestimmt seien, schreibt das SEM.

Derzeit rekrutieren die kantonalen Stellen geeignete Teilnehmerinnen und Teilnehmer und suchen das Gespräch mit interessierten Betrieben. Einen Vertrag mit dem Bund unterzeichnet haben folgende 18 Kantone: Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Bern, Fribourg, Genf, Glarus, Jura, Luzern, Neuenburg, Schaffhausen, Solothurn, St.Gallen, Tessin, Waadt, Wallis, Zug und Zürich. Im Kanton Zürich wird die Integrationsvorlehre im Rahmen eines Vorpilots bereits umgesetzt, in der Logistik.

Das Pilotprogramm basiert auf einem Beschluss des Bundesrates zur Förderung des inländischen Arbeitskräftepotenzials. Es soll laufend evaluiert und weiterentwickelt werden. Der Bundesrat entscheidet voraussichtlich Ende 2019, ob das Programm weitergeführt wird.

Bund und Kantone wollen Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Personen rascher in die Arbeitswelt integrieren und damit auch deren Abhängigkeit von der Sozialhilfe reduzieren. Ende April hatten sie sich auf eine gemeinsame Integrationsagenda geeinigt.

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