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Parlament erlaubt wichtige Neuerung für Autofahrer

Das Parlament will das Rechtsvorbeifahren auf Autobahnen erlauben. Das soll für flüssigeren Verkehr und mehr Platz auf der Strasse sorgen. Das Rechtsüberholen bleibt aber verboten – doch wo liegt der Unterschied?

13.06.2018 / 17:23 / von: sfa
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Das Rechtsvorbeifahren ist nun zulässig, wenn die Kolonne auf dem linken Fahrstreifen dichter und langsamer ist. (Symbolbild: pexels.com)

Das Rechtsvorbeifahren ist nun zulässig, wenn die Kolonne auf dem linken Fahrstreifen dichter und langsamer ist. (Symbolbild: pexels.com)

In den meisten europäischen Ländern ist es verboten, auf den sechs- oder gar achtspurigen Autobahnen in den USA hingegen gehört es zum Alltag: das Rechtsvorbeifahren.

Nach dem Nationalrat hat am Mittwoch auch der Ständerat eine Motion zur Legalisierung von Rechtsvorbeifahren auf der Autobahn überwiesen. Heute ist das Rechtsvorbeifahren nur unter sehr engen Bedingungen erlaubt – zum Beispiel, wenn der Verkehr stockt und die rechte Kolonne etwas flüssiger läuft als die linke.

RADIO TOP Beitrag zum Unterschied zwischen Rechtsvorbeifahren und Rechtsüberholen:

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Bald soll das Rechtsvorbeifahren auch bei voller Fahrt von 120 km/h erlaubt sein. Rechtsüberholen bleibt allerdings weiterhin verboten, warnt Thomas Künzle vom Fahrschultreff in Winterthur: «Beim Überholen wechselt man danach die Spur, man setzt also den Blinker und wechselt nach dem Überholen wieder auf die linke Spur. Rechtsvorbeifahren heisst, dass man auf seiner eigenen – der rechten – Spur bleibt und an einem langsameren Auto auf der linken Spur vorbeifährt.»

Fahrlehrer begrüssen die Gesetzesänderung. Allerdings birgt diese auch Gefahren, weil Autofahrer sich gewöhnt sind, dass beim Spurwechsel nach rechts auf der Autobahn kein Seitenblick nötig ist. Thomas Künzle: «Das muss sich ändern. Eine Aufklärungskampagne des Bundes würde helfen, oder ein Auffrischungskurs.»

Das Parlament hat seinen Segen zum Rechtsüberholen gegeben, nun muss der Bundesrat eine Gesetzesvorlage ausarbeiten. Bis diese in Kraft tritt, dürfte es noch dauern.