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Minderjährige kommen zu leicht an Alkohol und Tabak

Der Kanton St. Gallen hat Testkäufe durchgeführt. Durchschnittlich gelang es den Jugendlichen bei einem Drittel der Versuche, Alkohol oder Zigaretten zu kaufen. Für die Betriebe gibt es keine Bussen, denn die rechtlichen Grundlagen dafür fehlen.

29.08.2017 / 12:04 / von: mle/sda
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Es gelingt jedem dritten Jugendlichen in einem Geschäft an Alkohol und Tabak zu kommen. (Bild: pixabay.com)

Es gelingt jedem dritten Jugendlichen in einem Geschäft an Alkohol und Tabak zu kommen. (Bild: pixabay.com)

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Für die Testkäufe besucht jeweils ein Erwachsener zusammen mit einem Jugendlichen unter 16 Jahren Tankstellen, Restaurants, Detailhandel-Geschäfte oder Events.

Das Ergebnis: Aktuell gelinge es jedem dritten Jugendlichen, Zigaretten und Alkohol zu kaufen, teilte das St. Galler Gesundheitsdepartement am Dienstag mit. Damit liege der Kanton im Schweizer Durchschnitt.

Die meisten erfolgreichen Testkäufe werden an Events registriert. Die Verstossquote liegt dort bei 50 bis 70 Prozent. Oft seien an solchen Veranstaltungen Laien im Einsatz, die zum Thema Jugendschutz ungenügend geschult wurden.

Am besten schneiden hingegen Tankstellen mit einer Quote von sechs Prozent ab. Der Grund: Dort teste seit längerem auch die Erdölvereinigung, heisst es in der Mitteilung.

Damit Testkäufe Wirkung zeigen, müssen sie möglichst flächendeckend durchgeführt und regelmässig wiederholt werden. Dies zeige die Entwicklung in einigen Gemeinden: In Gossau, Mosnang, Jonschwil und Rüthi seien 2016 gar keine Verstösse mehr festgestellt worden.

Seit fünf Jahren bietet das Blaue Kreuz im Auftrag der Gemeinden sowie der Fachstelle Jugendschutz des Kantons solche Testkäufe an. Mehr als die Hälfte der Gemeinden nutzt die Möglichkeit.

Da es im Kanton St.Gallen aktuell keine gesetzliche Grundlage für polizeilich begleitete Alkohol-und Testkäufe gibt, können fehlbare Betriebe auch nicht gebüsst werden.

Der RADIO TOP Beitrag dazu: 

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