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Gefängnis Altstätten soll für 83 Millionen erweitert werden

Das Regionalgefängnis in Altstätten soll von heute 45 auf 126 Plätze vergrössert werden. Die St.Galler Regierung hat die Botschaft für die Bauvorlage zuhanden des Kantonsrats verabschiedet. Das letzte Wort über den Kantonsbeitrag von 60 Millionen Franken hat das Volk.

18.01.2018 / 10:33 / von: vdi/sda
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Das Gefägnis in Altstätten (Bild:bollhalder-eberle.ch)

Das Gefägnis in Altstätten (Bild:bollhalder-eberle.ch)

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Der Ausbau des Regionalgefängnisses Altstätten ist Teil einer Reorganisation der Gefängnisse im Kanton St.Gallen. Neben der Strafanstalt Saxerriet und dem Massnahmenzentrum Bitzi gibt es heute acht Gefängnisse.

Vielen Einrichtungen seien zu klein, heisst es in der Mitteilung der St.Galler Staatskanzlei vom Donnerstag. Sie könnten die gestiegenen Anforderungen an die Haft nur unzureichend erfüllen und nicht wirtschaftlich betrieben werden. Die Gefängnisse in Widnau, Flums, Bazenheid und Gossau werden aufgehoben.

In Zukunft sollen im Kanton nur noch drei Gefängnisse stehen: jenes in Altstätten, eines in St.Gallen und eines in Uznach. In Altstätten ist der Kanton am weitesten mit der Planung fortgeschritten. Der Bund plant auf dem Nachbargrundstück ein neues Empfangs- und Verfahrenszentrum. Daraus könne sich zusätzlicher Bedarf an Plätze für Ausschaffungshäftlinge ergeben.

Das bestehende Regionalgefängnis Altstätten soll fast verdreifacht werden. Nach der Erweiterung bietet die Einrichtung Platz für 126 Insassen (heute 45). Dem Kanton St.Gallen stehen so künftig gesamthaft 182 Gefängnisplätze (heute 140) zur Verfügung.

Im bestehenden Gebäude werden zusätzliche Räume für die Staatsanwaltschaft geschaffen. Dies ermögliche es, das ganze Untersuchungsamt Altstätten unter einem Dach zusammenzuführen und die Abläufe zu vereinfachen, heisst es im Communiqué weiter. Zum anderen wird mit einem zweigeschossigen Neubau die Nutzfläche des Gefängnisses um 7300 Quadratmeter vergrössert.

Die Gesamtinvestitionen für die Erweiterung und Erneuerung des Regionalgefängnisses betragen 83 Millionen Franken. Daran leistet der Bund voraussichtlich einen Beitrag von 22,8 Millionen Franken. Über den Kantonsbeitrag von 60,2 Millionen Franken berät der Kantonsrat im April (1. Lesung) und Juni (2. Lesung). Die Abstimmung ist für November 2018 geplant. Stimmt das Volk zu, könnten die Arbeiten voraussichtlich 2019 starten und 2024 abgeschlossen werden.

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