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St.Galler Jagdanwärter versagen bei der Prüfung

Nur knapp zwei Drittel der Anwärter haben dieses Jahr die St.Galler Jagdprüfung bestanden, schreibt der Kanton in einer Mitteilung. Dafür gibt es verschiedene mögliche Gründe.

14.06.2018 / 11:32 / von: abl
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Die Durchfallquote bei der diesjährigen St.Galler Jagdprüfung war auffällig hoch. (Bild: pixabay.com/Huskyherz)

Die Durchfallquote bei der diesjährigen St.Galler Jagdprüfung war auffällig hoch. (Bild: pixabay.com/Huskyherz)

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Es sei das schlechteste Prüfungsresultat seit Jahren, heisst es in der Mitteilung des Kantons St.Gallen. Man wolle die Prüfung nun vertieft auswerten, um «den Ursachen für das schlechte Abschneiden auf die Spur zu kommen».

Normalerweise bestehen nämlich rund 85 % der Kandidaten die Jagdprüfung, in diesem Jahr waren es nur knapp zwei Drittel. Es sei schwierig, abzuschätzen, was die Gründe dafür sein könnten, sagt auch der Jagdprüfungs-Experte Urs Büchler: «Möglicherweise haben einige der Kandidaten die Prüfung auf die leichte Schulter genommen», mutmasst er im Beitrag von RADIO TOP:

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Die Jagdprüfung besteht aus einem praktischen und einem theoretischen Teil. Im praktischen Teil müssen Kandidaten zeigen, dass sie mit Waffen und Munition umgehen können. Im theoretischen Teil werden Themen wie Wildbiologie, Wildbret oder Jagdgesetze abgefragt.

«Gerade im Bereich Wildbrethygiene tun sich viele schwer», erklärt Urs Büchler, «sobald das Tier erlegt ist, geht es als Nahrungsmittel in den Handel. Hier gibt es sehr wichtige Kriterien, die der Jäger erfüllen muss und das wird auch sehr streng geprüft. Auch bei den Gesetzen und der Wasserkunde haben viele Mühe.»

Ausserdem werden es zunehmend mehr Kandidaten, die die Jagdprüfung ablegen. Bis vor sechs Jahren waren es jeweils rund 40, jetzt sind es jährlich deren 70 oder 80. Nur mit den steigenden Zahlen könne die hohe Durchfallquote aber nicht erklärt werden, hält Büchler fest: «Wir hatten auch in anderen Jahren schon so viele Anwärter, von denen aber trotzdem deutlich mehr bestanden haben.»

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