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Waffenhändler von Degersheim bei internationalem Händler-Ring

Ermittlern aus der Schweiz, Deutschland, Frankreich und Österreich ist ein Schlag gegen den internationalen Waffenhandel gelungen. Bereits im Dezember hatten die Behörden ein illegales Waffenarsenal in Degersheim gefunden.

07.03.2018 / 11:28 / von: sap/sda
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Die Ermittler informieren an einer Medienkonferenz in Österreich (Screenshot: vol.at)

Die Ermittler informieren an einer Medienkonferenz in Österreich (Screenshot: vol.at)

Beim Mann in Degersheim wurden im Dezember 2017 rund 280 Waffen gefunden (Bild: Kantonspolizei St.Gallen)

Beim Mann in Degersheim wurden im Dezember 2017 rund 280 Waffen gefunden (Bild: Kantonspolizei St.Gallen)

Beim Mann in Degersheim wurden im Dezember 2017 rund 280 Waffen gefunden (Bild: Kantonspolizei St.Gallen)

Beim Mann in Degersheim wurden im Dezember 2017 rund 280 Waffen gefunden (Bild: Kantonspolizei St.Gallen)

Der Mann hatte 1,3 Millionen Franken Bargeld im Haus (Bild: Kantonspolizei St.Gallen)

Der Mann hatte 1,3 Millionen Franken Bargeld im Haus (Bild: Kantonspolizei St.Gallen)

Der Mann hortete rund 100'000 Schuss Munition (Bild: Kantonspolizei St.Gallen)

Der Mann hortete rund 100'000 Schuss Munition (Bild: Kantonspolizei St.Gallen)

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Wie die Ermittler an einer Medienkonferenz in Österreich bekanntgaben, wurden in Deutschland die Haupttäter vorübergehend festgenommen. Als Hauptverdächtige gelten ein 61-Jähriger und ein 37-Jähriger. In Österreich sind die drei Hauptverdächtigen 35 bis 76 Jahre alt. Ein terroristischer Hintergrund wurde von den Ermittlern ausgeschlossen.

Die Polizei habe ausserdem zahlreiche Waffen sichergestellt, darunter Faustfeuerwaffen, Langwaffen und Munition.

Die meisten dieser Waffen stammten aus der Schweiz und Niederösterreich, wie die österreichische Landespolizei Vorarlberg bekanntgab. Sie bestätigte Verstrickungen mit dem im Dezember in der Schweiz verhafteten Waffenhändler aus Degersheim im Kanton St.Gallen. 

Beim Waffenhändler aus Degersheim handelt es sich gemäss den Ermittlern offenbar um einen Zwischenhändler der Gruppe. Beim 61-jährigen sind im Dezember 2017 rund 280 Waffen, hunderttausend Schuss Munition und 1,3 Millionen Franken Bargeld gefunden worden. Schon damals wurde vermutet, dass der Mann Waffen nach Österreich liefert. Der 61-Jährige wurde inzwischen aus der Untersuchungshaft entlassen, wie die St.Galler Staatsanwaltschaft mitteilte.

Gegen den Mann laufe eine Strafuntersuchung wegen des Verdachts auf Verstösse gegen das Waffengesetz. Die Staatsanwaltschaft steht mit den österreichischen Justizbehörden im Kontakt, um rechtshilfeweise den Umfang der Delikte abzuklären. Aus ermittlungstaktischen Gründen würden derzeit keine weiteren Auskünfte erteilt, heisst es.

Auf die Spur des Rings kamen die Emrittler nach eigenen Angaben dank Hinweisen französischer Kollegen aus Toulouse. Die dortige Gendarmerie hatte Erkenntnisse, wonach Handfeuerwaffen von Deutschland aus nach Toulouse geliefert werden sollten. Nach längerer Beobachtung und intensiver Kooperation der Behörden sei bereits am 9. November 2017 der Zugriff erfolgt.

In Deutschland wurden im Raum Ludwigsburg, Stuttgart und Nürnberg laut Polizei acht Wohnungen durchsucht. Dabei wurden elf Handfeuerwaffen, 1500 Schuss Munition und 100'000 Euro Bargeld sichergestellt.

In den österreichischen Bundesländern Vorarlberg und Niederösterreich fand die Polizei bei Hausdurchsuchungen 47 Faustfeuerwaffen, mehr als 100 Langwaffen und über 100 Stichwaffen, grosse Mengen Munition sowie 35'000 Euro Bargeld.

Im Verlauf der Ermittlungen fanden sich den Angaben zufolge keine Hinweise, dass die sichergestellten Waffen bei Straftaten eingesetzt worden sind.

Die St.Galler Polizei hatte seit Juli 2017 gegen den Waffenhändler ermittelt, nachdem die österreichischen Strafverfolgungsbehörden dem Mann auf die Spur gekommen waren.

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