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Weniger KESB-Massnahmen und Fremdplatzierungen

Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) im Kanton St.Gallen haben 2016 weniger Schutzmassnahmen als im Vorjahr angeordnet. Auch die Platzierungen in Heimen oder bei Pflegefamilien nahmen leicht ab.

28.09.2017 / 10:13 / von: mle/sda
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Weniger KESB-Massnahmen und Fremdplatzierungen. (Bild: Symbolbild / pixabay.com)

Weniger KESB-Massnahmen und Fremdplatzierungen. (Bild: Symbolbild / pixabay.com)

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Nach der Schaffung der KESB im Jahr 2013 veröffentlicht der Kanton St.Gallen zum zweiten Mal Kenndaten. Insgesamt zeigten sich leicht sinkende Zahlen, heisst es in der Mitteilung der St.Galler Staatskanzlei vom Donnerstag. Im Kindesschutz ist die Anzahl der Kinder mit Schutzmassnahmen von 2722 auf 2636 zurückgegangen. Die häufigste Massnahme ist dabei die Beistandschaft.

Der Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts und die damit verbundene Unterbringung in einem Heim oder einer Pflegefamilie war Ende 2016 in 279 Fällen notwendig. Dies entspricht neun Prozent aller Massnahmen. Im Vorjahr waren es noch 288 Fälle.

Die Unterbringung kann auch einvernehmlich mit den Eltern erfolgen. Dann wird den Eltern das Aufenthaltsbestimmungsrecht nicht entzogen. Aus diesem Grund werden die Kenndaten der KESB ergänzt mit Angaben zu den Aufenthalten in Kinder- und Jugendheimen, Pflegefamilien und zu den Kosten von Heimunterbringungen.

Auch diese Zahlen des Amtes für Soziales zeigen, dass es nicht zu einem Anstieg an Fremdplatzierungen gekommen ist, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Rund ein Drittel der Pflegeeltern sind Verwandte, oft die Grosseltern der Pflegekinder.

Die Zahl der Erwachsenen, für die eine Schutzmassnahme besteht, ist von 4805 auf 4799 zurückgegangen. Der Anteil der massgeschneiderten Massnahmen hat sich von 71 auf 76 Prozent erhöht. Massgeschneiderte Massnahme bedeutet, dass eine hilfsbedürftige Person nur in den Bereichen Unterstützung erhält, in denen sie diese konkret benötigt.

Das kann die Mitwirkung oder Vertretung bei der Regelung des Lebensunterhalts, bei der Wohn- und Betreuungssituation, bei medizinischen Behandlungen oder bei der Einkommens- und Vermögensverwaltung sein. Rund 45 Prozent der Massnahmen im Erwachsenenschutz werden von Privaten und nicht Berufsbeiständinnen oder Berufsbeiständen geführt.

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