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36 weitere Hefenhofener Pferde versteigert

Am Mittwoch sind weitere 36 beschlagnahmte Pferde des mutmasslichen Tierquälers von Hefenhofen im bernischen Schönbühl versteigert worden. Alle Tiere fanden Käufer, auch wenn das Interesse deutlich geringer war als noch bei einer ersten Versteigerung im August.

11.10.2017 / 09:40 / von: mle/sda
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Die Pferde von Hefenhofen werden versteigert. (Bilder: RADIO TOP / Michel Eggimann)

Die Pferde von Hefenhofen werden versteigert. (Bilder: RADIO TOP / Michel Eggimann)

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Die Pferde von Hefenhofen werden versteigert. (Bilder: RADIO TOP / Michel Eggimann)

Die Pferde von Hefenhofen werden versteigert. (Bilder: RADIO TOP / Michel Eggimann)

Die Pferde von Hefenhofen werden versteigert. (Bilder: RADIO TOP / Michel Eggimann)

Die Pferde von Hefenhofen werden versteigert. (Bilder: RADIO TOP / Michel Eggimann)

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Damals kamen rund 80 Pferde vom Hefenhofener Hof unter den Hammer. Die Versteigerung zog hunderte Schaulustige an. Das Medienecho war riesig.

Am Mittwoch wurden im Kompetenzzentrum Veterinärdienst und Armeetiere im Sand bei Schönbühl jene Pferde versteigert, die den Sommer auf Alpen in den Kantonen Graubünden und St. Gallen verbracht hatten.

Die 36 Pferde befanden sich seit Ende September bei der Armee in Schönbühl. Wegen einer - inzwischen abgewiesenen - Beschwerde des Besitzers konnten sie vorerst nicht verkauft werden.

Das Interesse an die Tieren hielt sich am Mittwoch in Grenzen. Rund 200 Interessenten standen neben der Führstrecke. Bis am Mittag wurde nur rund ein Drittel verkauft, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur sda feststellte. Insgesamt mussten drei Versteigerungsrunden durchgeführt werden, bis alle Tiere Käufer gefunden hatten.

RADIO TOP-Beitrag zum zweiten Pferdeverkauf in Schönbühl:

audio

Der Verkauf erfolgte durch eine Versteigerung an die Meistbietenden. Die Preise pro Pferd bewegten sich zwischen 600 und 2100 Franken, wie die Thurgauer Staatskanzlei am späten Nachmittag mitteilte. Insgesamt löste sie am Mittwoch aus der Versteigerung 42'600 Franken. Im August waren es für rund 80 Pferde 140'000 Franken gewesen.

Im August wurde der Fall Hefenhofen erstmals Publik.

Ein Hin und Her folgte. Der Tierhalter wehrte sich mit allen Mitteln, während die Behörden versuchten durchzugreifen. 

Irgendwann wurden dem Tierhalter alle Tiere entzogen. Wenig später kam der Verdacht auf, die Tiere würden an einer unheilbaren Krankheit leiden. 

Der Fall des mutmasslichen Tierquälers von Hefenhofen hat dem Kanton Thurgau einen Image-Schaden verpasst. Die Regierung räumt Fehler ein und will Krisen in Zukunft besser bewältigen. Die Krise sei zu spät erkannt worden.

Der Fall Hefenhofen habe eine noch nie erlebte politisch-mediale Eigendynamik entwickelt, auf die man nicht vorbereitet war. Der Regierungsrat wolle daraus Lehren ziehen und sich demnächst in einem Seminar mit Krisenmanagement und -kommunikation im heutigen Umfeld befassen.

Wichtigste Gegenmassnahme, um den Image-Schaden aufzuarbeiten sei das Einsetzen der Untersuchungskommission, welche Ende Jahr erste Ergebnisse vorlegen soll.

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