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Im Kanton Thurgau darf kein Wasser mehr entnommen werden

Beginn des Jahres hat es zu wenig geregnet und in den vergangenen Wochen hat sich das Wasserdefizit im Kanton Thurgau verschärft. Deshalb wurde entschieden, Wasserentnahmen aus Oberflächengewässern zu verbieten.

12.07.2018 / 09:02 / von: ano
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Im Kanton Thurgau darf kein Wasser mehr entnommen werden (Bild: pixabay.com/klimkin)

Im Kanton Thurgau darf kein Wasser mehr entnommen werden (Bild: pixabay.com/klimkin)

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Das Verbot tritt ab Freitag, 13. Juli in Kraft und gilt bis auf Widerruf im selben Publikationsorgan.

Regen ist im Kanton Thurgau seit drei Monaten Mangelware. Trotz einiger Gewitter in der ersten Monatshälfte blieben die Niederschläge im Juni in einigen Gebieten deutlich unter dem Durchschnitt. Seit Beginn des Jahres besteht ein Niederschlagsdefizit und es gab vornehmlich hohe Temperaturen. Deshalb führen die Thurgauer Fliessgewässer wenig Wasser. Im Juli ist die Situation kaum anders. Die Wärme der vergangenen Wochen, die hohe Verdunstung, der Wind und das Ausbleiben von ergiebigen Niederschlägen haben das Wasserdefizit im Kanton Thurgau verschärft. Die Wasserführung der Bäche und Flüsse sowie der Quellerträge sind zurückgegangen. Der Wasserstand des Bodensees liegt 60 Zentimeter unter der Norm und auch andere Seen und Weiher haben tiefe Wasserstände. Die lokalen Niederschläge in den vergangenen Wochen haben keine lang anhaltenden Auswirkungen auf die Pegelstände gebracht. Dies teilt der Kanton Thurgau mit.

 

Ab morgen Freitag gilt im @Kanton_Thurgau ein Wasserentnahmeverbot für Oberflächengewässer (ausgenommen sind Bodensee, Rhein sowie Grund- und Quellwasser). Details dazu unter: https://t.co/R23PmyUQGp #Trockenheit #Seen #Hitze #Sommer2018 #Gewässer #Thurgau

— Kanton Thurgau (@Kanton_Thurgau) 12. Juli 2018

Deshalb hat das Departement für Bau und Umwelt des Kantons Thurgau entschieden, ein Verbot für die Entnahme von Wasser aus Oberflächengewässern zu erlassen. Dieses Verbot gilt für Bäche, Flüsse und natürliche Weiher. Aber auch für künstliche und bewirtschaftete Weiher wie Mühleweiher, Fischaufzuchtsteiche und Kanäle, die der Wasserkraftnutzung dienen. 

Das Verbot gilt ab Publikation im Amtsblatt des Kantons Thurgau. Die Aufhebung des Verbots wird ebenfalls im Amtsblatt publiziert.

Vom Verbot ausgenommen sind diejenigen Wasserentnahmen für Bewässerungen, die Wasser aus Oberflächengewässern beziehen, die noch über genügend Wasserreserven verfügen. Dies sind zurzeit der Bodensee (Obersee, Untersee, Seerhein) und der Rhein. Ebenfalls können Wasserentnahmen aus dem Grundwasser oder aus Quellen bis auf weiteres zugelassen werden.

TELE TOP hat mit Direktbetroffenen über das Verbot gesprochen:

video

Der Kanton Thurgau hofft nun auf Regen. Für die zweite Jahreshälfte ist sonst mit einer kritischen Situation für Quellerträge und für die Oberflächengewässer zu rechnen.

Aber nicht nur der Kanton hofft auf Regen, sondern auch die Bauern aus der Region. Denn für die könnte das Wasserentnahmeverbot zum Problem werden: 

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