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Wärme Frauenfeld AG gesichert: Volk bewilligt Rettungskredit

Die Wärme Frauenfeld AG kann in die Werkbetriebe Frauenfeld integriert werden. Das Frauenfelder Stimmvolk stimmte einem Kredit von 4,42 Mio. Franken für Rettungsmassnahmen zu. Das Winterthurer Stadtparlament hatte einen Verzicht auf 1,4 Mio. Franken beschlossen.

24.09.2017 / 13:13 / von: abl
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Das Volk bewilligt einen Rettungskredit für die Wärme Frauenfeld AG. (Bild: Thomas Riner/TELE TOP)

Das Volk bewilligt einen Rettungskredit für die Wärme Frauenfeld AG. (Bild: Thomas Riner/TELE TOP)

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4928 Stimmberechtigte sagten Ja, 1836 sagten Nein zum Kredit. Die Stimmbeteiligung lag bei 44,8 Prozent.

2012 beteiligte sich die Stadt Frauenfeld über die Werkbetriebe mit 300‘000 Franken am Aktienkapital der Wärme Frauenfeld AG. Das Unternehmen bezweckt die Nutzung der im gereinigten Frauenfelder Abwasser verbliebenen Abwärme für die Wärmeversorgung von kantonalen, städtischen und privaten Liegenschaften.

Stadtpräsident Anders Stokholm ist über diesen Entscheid erleichtert: 

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Ende 2015 war das Fernwärmenetz zwischen Grosser Allmend und Stadtzentrum zu drei Viertel erstellt, das Potenzial wurde jedoch erst zu knapp einem Drittel genutzt. Es wurde offensichtlich, dass dem Wärmering ein zu optimistischer Businessplan zugrunde gelegt worden war, was zu Liquiditätsproblemen führte. Entsprechend geriet die Wärme Frauenfeld AG in eine finanzielle Schieflage, ein Konkurs war nicht auszuschliessen.

Der TELE TOP-Beitrag zum Thema: 

Das Winterthurer Stadtparlament hatte am vergangenen Montag entschieden, als Mitbesitzerin der Wärme Frauenfeld AG definitiv auf 1,4 Millionen Franken zu verzichten.

Die Thurgauer Kantonalbank beteiligt sich mit 400'000 Franken und der Kanton Thurgau mit 120'000 Franken an den Turnaround-Massnahmen.

Bei einer Ablehnung des Kredits durch das Frauenfelder Stimmvolk hätte die Wärme Frauenfeld AG ihre Bilanz beim Konkursrichter deponieren müssen.

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