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Nach Schienen-Debakel: Verkehrsminister suchen Lösungen

Die Verkehrsministerien der Niederlande, Belgiens, Deutschlands, Italiens und der Schweiz wollen Lehren ziehen aus dem Streckenunterbruch bei Rastatt (D). Wegen der wochenlangen Sperrung mussten unzählige Transporte auf die Strasse verlegt werden.

13.10.2017 / 10:55 / von: sfa/sda
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Aufgrund des Streckenunterbruchs wurden die Strassen auf der Nord-Süd-Achse zusätzlich belastet. (Bild: pixabay.com)

Aufgrund des Streckenunterbruchs wurden die Strassen auf der Nord-Süd-Achse zusätzlich belastet. (Bild: pixabay.com)

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Die Sperrung des Nadelöhrs im europäischen Nord-Süd-Bahnverkehr hatte den Schienenverkehr sieben Wochen lang durcheinander gebracht. Weil sich im deutschen Rastatt Schienen samt Schotterbett abgesenkt hatten, war die Rheintal-Strecke für den Güterverkehr, von August bis Oktober stark beeinträchtigt. Ein Grossteil der Transporte musste auf die Strasse verlegt werden. Grund für die Panne war, dass Wasser und Erdreich in eine Baustelle unterhalb der Schiene eindrangen.

An einer Sitzung in Gallerate (I) hat sich nun der Exekutivrat des Güterverkehrskorridors Rhein-Alpen mit dem Ereignis auseinandergesetzt. Er beschloss eine gründliche Aufarbeitung, wie das Bundesamt für Verkehr (BAV) am Freitag mitteilte. Mit Blick auf mögliche künftige Ereignisse sollen Umleitungsstrecken verbindlich festgelegt werden. Aus Sicht der Schweiz müssten die Bedürfnisse des internationalen Schienengüterverkehrs prioritär berücksichtigt werden, schreibt das BAV.

Im Exekutivrat des Güterverkehrskorridors Rhein-Alpen sitzen Vertreter der Verkehrsministerien der Anrainerstaaten. Im Dezember wird sich der Rat sich erneut mit den Folgen des Streckenunterbruchs bei Rastatt auseinandersetzen.

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