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Martin Schulz als SPD-Chef mit 81,9 Prozent wiedergewählt

Martin Schulz ist erneut zum SPD-Vorsitzenden gewählt worden. Der 61-Jährige erhielt beim Parteitag am Donnerstag in Berlin 81,9 Prozent der Stimmen. Zuvor hatte er grünes Licht für Gespräche mit der Union über eine Regierungsbildung erhalten.

07.12.2017 / 19:57 / von: sda
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Bild: wikipedia.org unter Creative Commons

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Das Wahlergebnis war vor dem Hintergrund des Ergebnisses bei der Bundestagswahl von 20,5 Prozent mit Schulz als Spitzenkandidat mit Spannung erwartet worden. Für das schwache Abschneiden seiner Partei hatte sich Schulz in seiner Rede beim Parteitag entschuldigt.

Der frühere Präsident des Europäischen Parlaments führt die Partei seit knapp neun Monaten. Im März war er noch mit 100 Prozent Ja-Stimmen zum Nachfolger von Sigmar Gabriel gewählt worden. Damals ruhte auf Schulz die Hoffnung, er könne die SPD zu einem respektablen Ergebnis führen.

Der gelernte Buchhändler und langjährige Bürgermeister der nordrhein-westfälischen Stadt Würselen hat seiner Partei eine Aufarbeitung des Wahldebakels zugesagt. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.

Schulz sprach von einem "Vertrauensbeweis" und nahm die Wahl an. "Am 19. März habt ihr mich mit 100 Prozent ausgestattet. Das war ein schöner Moment, aber danach kamen auch schwierige Zeiten", sagte er mit Blick auf das historisch schlechte Abschneiden der Sozialdemokraten bei der Bundestagswahl.

"Jetzt habt ihr mich mit 81,94 Prozent ausgestattet. Ich wünsche mir, dass auf Grundlage dieses Ergebnisses bessere Zeiten kommen."