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Dicke Luft in Winterthur: CO2-Ausstoss viel zu hoch

Insgesamt sind die Befunde positiv, aber es gibt noch viel zu tun: Der Umweltbericht 2017 der Stadt Winterthur zeigt, dass weitere Anstrengungen nötig sind, um die gesetzten Ziele vor allem beim Treibhausgasausstoss und bei der Luftqualität zu erreichen. Umdenken ist angesagt.

12.01.2018 / 11:00 / von: mle/sda
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(Archivbild: RADIO TOP / Marija Lepir)

Der Umweltbericht 2017 der Stadt Winterthur zeigt, dass weitere Anstrengungen nötig sind, um die gesetzten Ziele vor allem beim Treibhausgasausstoss und bei der Luftqualität zu erreichen. (Archivbild: RADIO TOP / Marija Lepir)

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Die Winterthurer Bevölkerung hat sich 2012 den Grundsätzen einer 2000-Watt-Gesellschaft verpflichtet. Bis 2050 müssen Primärenergieverbrauch und Treibhausgasausstoss auf 2000 Watt beziehungsweise 2 Tonnen CO2-Äquivalente pro Kopf reduziert werden und die Energieversorgung ohne Kernkraft erfolgen.

Ausserdem wurden Zwischenziele für die Jahre 2020 und 2035 festgelegt. Die aktuelle Bilanz falle zwiespältig aus, teilte die Stadt am Freitag mit. Die für 2020 gesetzten Werte betreffend Primärenergieverbrauch und Treibhausgasausstoss seien bereits erreicht, und der Kernenergieanteil liege unter 20 Prozent - im Jahr 2012 waren es noch 48 Prozent.

Allerdings hat sich der Treibhausgasausstoss seit der letzten Berechnung 2012 nicht weiter reduziert. Er müsste jedoch laufend und in den kommenden Jahren nochmals deutlich sinken.

Erfreulich ist laut Umweltbericht die Entwicklung bei den Gebäuden. Umweltfreundliche Heizsysteme und Gebäudesanierungen tragen zur Reduktion des Energiebedarfs bei. 2013 und 2015 gingen die Wärmeverbünde Zinzikon und Waser in Betrieb. Grosses Potenzial, um Treibhausgasemissionen zu reduzieren, sieht die Stadt auch bei Quartierwärmeverbünden.

Der Verbrauch fossiler Treibstoffe geht seit 2008 geringfügig, aber kontinuierlich zurück. Um die gesetzten Ziele zu erreichen, dürfe der Verkehr nicht weiter zunehmen und der Umstieg auf ressourcen- und klimaschonende Verkehrsmittel müsse vorangetrieben werden, schreibt die Stadt.

Nach wie vor zu hoch sind Luft- und Lärmbelastung. Einzelne Schadstoffe überschreiten an neuralgischen Stellen oft, teilweise sogar dauerhaft die gesetzlichen Grenzwerte. Ausserdem bringt die zunehmende Mobilität auch Lärm mit sich. So leidet ein Fünftel der Winterthurer Bevölkerung unter Lärmemissionen über dem zulässigen Grenzwert.

Der Umweltbericht erscheint seit 1988. Er wird alle vier Jahre von der Organisation Umwelt und Energie der Stadt Winterthur herausgegeben.

Die Winterthurer Stadträtin Barbara Günthard-Maier äussert sich im RADIO TOP-Interview zum Handlungsbedarf: 

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Björn
am 14.01.2018 um 16:59
Dann empfehle ich der Stadt Winterthur dringenst Ihre Schaltung der Ampeln zu überdenken. Der Verkehr wird künstlich blockiert.