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Falsche Wahlergebnisse in Winterthur: BDP bleibt im Parlament

Im Nachgang zu den Wahlen des Grossen Gemeinderats stellte die Stadtkanzlei bei den Ergebnissen einen Fehler fest, wie sie am Donnerstag mitteilt. Die BDP bleibt nun doch im Parlament.

08.03.2018 / 10:05 / von: mle/sda
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Falsche Wahlergebnisse in Winterthur: BDP bleibt im Parlament. (Bild:RADIO TOP)

Falsche Wahlergebnisse in Winterthur: BDP bleibt im Parlament. (Bild:RADIO TOP)

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Im Nachgang zu den Wahlen des Grossen Gemeinderats bemerkte die Stadtkanzlei, dass die unveränderten Listen im Wahlkreis Wülflingen nicht im elektronischen System erfasst waren. Die Anzahl der unveränderten Listen war im Rahmen der Hochrechnung bereits ermittelt worden, wurde aber nicht ins System übertragen.

Die Stadtkanzlei hat anhand des Stimmmaterials diese Zahlen nochmals überprüft und nachträglich erfasst. Die Berechnungen zur Eruierung der Proporzverteilung (nach Pukelsheim) wurden im System noch einmal aufbereitet. Das neue Ergebnis wurde durch das Zentralwahlbüro am Mittwochabend neu erwahrt und ist damit gültig.

Wesentliche Verschiebungen betreffen die Grünen und die Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP): Die BDP erhält einen Sitz und kann damit den bisherigen Sitz halten. Die Grünen verlieren gegenüber den am Sonntag veröffentlichten Resultaten einen ihrer Sitze. Sie haben nun fünf Sitze.

Innerhalb der Listen gab es keine Veränderungen in der Reihenfolge der Kandidierenden, da nur unveränderte Listen und damit alle Personen auf der Liste gleich betroffen waren. Die vorkumulierten Personen erhielten zwar zusätzliche Stimmen, was auf das Endergebnis aber keinen Einfluss hatte.

Die Stadtkanzlei bedauert den Fehler und prüft derzeit Massnahmen, um die Qualitätskontrolle bei künftigen Urnengängen zu verbessern.

Für Reto Diener, Co-Präsident der Winterthurer Grünen ist dieser Fehler völlig unverständlich, wie er gegenüber RADIO TOP sagt: «Das ist ein grober Fehler. Ein ganzer Wahlkreis wurde nicht ausgezählt und nachgetragen und so wurde auch eine PDF-Datei auf die Seite gestellt, die für jedermann einsehbar ist. Dass das keiner der Verantwortlichen gemerkt hat, ist mir ein Rätsel.»

Yvonne Gruber, bisherige BDP-Gemeinderätin, kann die Neuigkeiten noch gar nicht fassen, wie sie im RADIO TOP-Interview sagt: «Wir haben zwischendurch schon mal Einspruch eingelegt, wegen eines Hinweises, dass etwas nicht stimmt. Dass sich das nun bewahrheitet, ist eine doppelte Achterbahnfahrt.»

Hier gibt es den Wahlsonntag nochmals zum Nachlesen im Ticker. 

Der Wahlsonntag in der Zusammenfassung. 

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R. Kull
am 08.03.2018 um 12:02
Zum Glück, wenn ich die Kommentare gelesen habe, hat man sich bereits über höhere Sozialausgaben gefreut (den Bürger plündern, nennt man das) - gesunde Finanzen sind offenbar nicht erwünscht. Eine traurige Geschichte und führt uns tatsächlich nicht weiter