Pull down to refresh...
zurück

«Ich freue mich auf den Wahlkampf»

Das Duell um das Winterthurer Stadtpräsidium heisst neu: Michael Künzle (CVP) gegen Yvonne Beutler (SP). Sie selbst freut sich - die Reaktionen aus den Winterthurer Parteien sind unterschiedlich.

08.03.2018 / 17:41 / von: abl
Seite drucken Kommentare
0
Der neue Winterthurer Stadtrat mit Yvonne Beutler (3.v.l.) und Michael Künzle (2.v.r.).(Bild: RADIO TOP)

Der neue Winterthurer Stadtrat mit Yvonne Beutler (3.v.l.) und Michael Künzle (2.v.r.).(Bild: RADIO TOP)

0
Schreiben Sie einen Kommentar

Eigentlich sollte Christa Meier für die SP ins Rennen um das Winterthurer Stadtpräsidium steigen. Die Partei hat jetzt aber bekanntgegeben: Es soll die amtierende Finanzvorsteherin Yvonne Beutler sein. 

Sie selbst reagiert gelassen: «Ich fühle mich eigentlich nicht besonders. Ich betreibe aber gerne Wahlkampf, deshalb freue ich mich auf die kommenden Wochen». Sie hätte mit Christa Meier und der Parteileitung lange darüber gesprochen, sagt sie weiter. Ihr gutes Resultat vom Sonntag (Yvonne Beutler holte am meisten Stimmen von allen Stadtratskandidaten), ihre langjährige Erfahrung - Yvonne Beutler ist bereits seit sechs Jahren Stadträtin in Winterthur - und ihre «sachliche und unabhängige Politik» hätten schliesslich den Ausschlag gegeben. «Wenn sich die Ausgangslage ändert, muss man den Mut haben, die Strategie zu ändern», sagt sie im RADIO TOP-Beitrag.

audio

Für die meisten Parteileitungen kommt dieser Entscheid wenig überraschend. So beispielsweise für Dieter Kläy, Parteipräsident der FDP Winterthur. Die FDP stehe natürlich trotzdem weiterhin hinter dem amtierenden CVP-Stadtpräsidenten Michael Künzle, sagt er auf Anfrage. Jetzt müssten alle bürgerlichen Wähler für den zweiten Wahlgang mobilisiert werden. In den nächsten Tagen will sich die FDP gemeinsam mit der CVP auf eine Wahlkampfstrategie einigen.

Nicht ganz so klar zu dieser bürgerlichen Strategie bekennen will sich die SVP. Daniel Oswald, Parteipräsident der SVP erklärte auf Anfrage: «Michael Künzle geniesst natürlich nach wie vor unser vollstes Vertrauen. Was genau das bedeutet, werden wir nun in den nächsten Tagen entscheiden müssen». Die SVP wolle sich morgen treffen, um eine Strategie zu beraten.

Ähnlich bedeckt gibt sich die glp. Gerade hier könnte es spannend werden. Gut 2000 Wähler haben ihre Stimme am vergangenen Sonntag für die glp-Stadtpräsidiumskandidatin Annetta Steiner in die Urne gelegt. Sie tritt aber nicht mehr zum zweiten Wahlgang an - weil sie den Sprung in den Stadtrat nicht geschafft hat. Wen unterstützen also diese Wähler im zweiten Wahlgang? Annetta Steiner selbst äussert sich nur sehr knapp: «Das kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Wie werden uns jetzt mit unseren Wählern zusammensetzen müssen und dann eine Entscheidung fällen».

Viele Fragen sind also fünf Wochen vor dem zweiten Wahlgang noch offen. Einen Überblick über die Ausgangslage im Beitrag von TELE TOP:

video

Der amtierende Stadtpräsident Michael Künzle selbst wollte sich auf Anfrage nicht zur neuen Ausgangslage äussern.

Beitrag erfassen

Keine Kommentare