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Der fussballverrückte Stadtrat aus Winterthur

Nicolas Galladé ist Winterthurer Stadtrat und grosser Fussballfan. Darum lässt es sich der Sozialvorsteher nicht nehmen und moderiert die Team-Präsentation des FC Winterthur gleich persönlich.

10.07.2018 / 11:13 / von: meg
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Nicolas Galladé, der Winterthurer Fussballfan und Sozialvorsteher. (Bild: Facebook.com/Stadt Winterthur)

Nicolas Galladé, der Winterthurer Fussballfan und Sozialvorsteher. (Bild: Facebook.com/Stadt Winterthur)

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Es ist nicht alltäglich, dass ein Stadtrat die Präsentation eines Fussball-Teams moderiert. Für Nicolas Galladé ist das aber eine Ehrensache: «Ich wurde angefragt, ob ich das zusammen mit dem Slam-Poeten Patrick Armbruster machen möchte. Zeitlich passt mir der Termin gut, darum mache ich das gerne. Beim FC Winterthur engagieren sich zahlreiche Leute in allen möglichen Bereichen. So kann ich meinen Teil dazu beitragen.»

Seit über drei Jahrzehnten besucht Galladé die Spiele des FC Winterthur. Lässt es sich zeitlich einrichten, trifft man ihn auch mal an einem Auswärtsspiel in Genf. An den Heimspielen steht der SP-Mann seit Jahren mit seinen Kollegen in der Bierkurve, meistens trägt er dann ein FCW-Trikot. Klar werde er manchmal von anderen Zuschauern auf politische Themen angesprochen, oft werde aber über anderes diskutiert: «Die Leute wissen, das ist der Nicolas, der macht etwas mit Politik. Sonst ist meine Funktion an den Spielen aber kaum Thema. Auf der Schützi geht es meistens um den Fussball.» 

Nicolas Galladé spricht im Interview mit dem RADIO TOP-Sportchef Dave Burkhard über die Verbundenheit zum FCW:

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Als Sozialvorsteher unterstreicht Galladé auch die soziale Funktion, welche dem FCW in der Stadt zukommt. Das gelte natürlich auch für alle anderen Vereine, bei einem Fussball-Verein sei sie aber vielleicht noch ein bisschen ausgeprägter. Zum einen präsentiere sich an den Spielen mit durchschnittlich knapp 3000 Zuschauern ein breites Abbild der Gesellschaft auf relativ engem Raum. Zum anderen werde gerade beim FCW das Thema Integration gross geschrieben. Und mit seinen zahlreichen Junioren-Teams sei der FC Winterthur so etwas wie der grösste Jugendtreff der Stadt.

Nur sportlich liess der FCW seinen prominenten Fan in den letzten Jahren häufig leiden. Das soll sich in der neuen Spielzeit aber endlich wieder ändern: «Grundsätzlich ist der Fan ja nie so optimistisch wie kurz vor der Saison. Aber ich glaube, das Team wurde wirklich gut und logisch verstärkt. Ausserdem zeigte es beim Sieg im Test gegen West Ham einen guten Match. Das gibt mir Hoffnung, dass der FCW mit Schwung in die neue Saison startet.»

Seine Wünsche und Hoffnungen für die neue Saison kann Galladé den FCW-Spielern am Abend gleich noch persönlich mit auf den Weg geben. Die Team-Präsentation im Fussball-Schuppen Töss beginnt um 18.00. Im Anschluss wird der WM-Halbfinal Belgien - Frankreich gezeigt - mit einem Stadtrat im Publikum.

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