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Recycelbare Fast Food-Boxen für Winterthur

In Winterthur sollen Take Away-Läden bald wiederverwertbare Essensbehälter anbieten. Stadtwerk Winterthur zahlt 75'000 Franken an die Organisation «Recircle». Sie soll damit ihr Mehrweggeschirr-System für die Verpflegung unterwegs in Winterthur verankern.

14.02.2018 / 09:43 / von: vbu/sda
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Die recycelbare Rebox (Bild: stadtwerk.winterthur.ch)

Die recycelbare Rebox (Bild: stadtwerk.winterthur.ch)

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Die Stadt Winterthur ist davon überzeugt, dass das Mehrwegsystem eine Dienstleistung ist, die zu Winterthur und seiner Umweltstrategie passt, teilte sie am Mittwoch mit. Das Gremium des Klimafonds Stadtwerk Winterthur sehe das Potenzial, Abfall zu vermeiden und damit Ressourcen zu schonen.

Die Organisation erhält die Aufgabe, ein Netzwerk von Partnerbetrieben aufzubauen. Gelingt es «Recircle», mittels der ersten Tranche von 50'000 Franken Partner zu gewinnen, dann kann sie mit der zweiten Tranche von 25'000 Franken dieses Netzwerk ausbauen und festigen.

Die Lösung, um Abfall zu vermeiden, erfolgt mittels einem Mehrweggeschirr - der sogenannten Rebox. Konsumenten kaufen beim Take-away ein Gericht, erhalten es in der Rebox und bezahlen für diese zehn Franken. Nach dem Mahl können sie das Geschirr entweder zum Take-away zurückbringen und erhalten zehn Franken zurück oder nehmen das Gefäss mit nach Hause. Dieses wird - entweder vom Konsumenten oder Take-away - abgewaschen und wiederverwendet.

Neu an diesem System sei, dass die Kunststoffbehälter mit dicht schliessendem Deckel bei verschiedenen Take-away-Partnern zurückgegeben werden können, wie es weiter heisst. «Recircle» tauscht die Gefässe zudem regelmässig aus und erneuert sie. So soll die Hygiene immer gewährleistet sein. Die zurückgenommenen Reboxen werden vollständig rezykliert.

Winterthur betont die gute Umweltbilanz der Rebox: Diese kann mindestens 100 Mal verwendet werden. Je nach Anzahl der Nutzung verursache sie gegenüber Einweggeschirr über 80 Prozent weniger Belastung durch Treibhausgase, wie es weiter heisst. In diese Berechnung wurden laut Stadt die Herstellung sowie den Mehrfachgebrauch inklusive Abwaschen miteinbezogen.

Der Klimafonds Stadtwerk Winterthur wurde 2007 gegründet und wird durch freiwillige Beiträge der Stromkunden von Stadtwerk Winterthur finanziert. Bisher wurden über 35 Projekte zur CO2-Reduktion, Förderung erneuerbarer Energie sowie der Energieeffizienz unterstützt.

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