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Zähl-Panne Winterthur: BDP und Grüne nehmen Stellung

Am Donnerstag ist bekannt geworden, dass die Stadt Winterthur die Wahlergebnisse der Gemeinderatswahl falsch ausgewertet hat. Das Resultat: Die BDP bleibt im Parlament, die Grünen verlieren einen Sitz. RADIO TOP hat mit Vertretern der beiden Parteien über die Panne gesprochen.

08.03.2018 / 13:21 / von: mle
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Nina Wenger (links) hätte für die Grünen in den Gemeinderat einziehen sollen. Nun darf Yvonne Gruber ihren Sitz behalten. (Bild: grüne.ch/twitter.com/yvonnegruber/ Fotomontage RADIO TOP)

Nina Wenger (links) hätte für die Grünen in den Gemeinderat einziehen sollen. Nun darf Yvonne Gruber ihren Sitz behalten. (Bild: grüne.ch/twitter.com/yvonnegruber/ Fotomontage RADIO TOP)

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Im Nachgang zu den Wahlen des Grossen Gemeinderats bemerkte die Stadtkanzlei, dass die unveränderten Listen im Wahlkreis Wülflingen nicht im elektronischen System erfasst waren. Die Anzahl der unveränderten Listen war im Rahmen der Hochrechnung bereits ermittelt worden, wurde aber nicht ins System übertragen.
Die Stadtkanzlei hat anhand des Stimmmaterials diese Zahlen nochmals überprüft und nachträglich erfasst. 

Wesentliche Verschiebungen betreffen die Grünen und die Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP): Die BDP erhält einen Sitz und kann damit den bisherigen Sitz halten. Die Grünen verlieren gegenüber den am Sonntag veröffentlichten Resultaten einen ihrer Sitze. Sie haben nun fünf Sitze.

Die bisherige (und jetzt erneute) BDP-Gemeinderätin Yvonne Gruber, kann die Neuigkeiten noch gar nicht fassen, wie sie im RADIO TOP-Interview sagt: «Wir haben zwischendurch schon mal Einspruch eingelegt, wegen eines Hinweises, dass etwas nicht stimmt. Dass sich das nun bewahrheitet, ist eine doppelte Achterbahnfahrt.»

Bei den Jungen Grünen Zürich war die Freude am Wahlsonntag noch gross: 

Junggrüne Überraschung in #Winterthur: Neu im Winterthurer Gemeinderat ist die Co-Präsidentin der Jungen Grünen Winterthur @ninawenger! Herzliche Gratulation! #WintiWahl18

— Junge Grüne Zürich (@JungeGrueneZH) 4. März 2018

Nina Wenger hätte in den Gemeinderat einziehen sollen. Nach Bekanntgabe der Zähl-Panne zeigt sich Reto Diener, Co-Präsident der Winterthurer Grünen enttäuscht. Für ihn ist dieser Fehler völlig unverständlich, wie er gegenüber RADIO TOP sagt: «Das ist ein grober Fehler. Ein ganzer Wahlkreis wurde nicht ausgezählt und nachgetragen und so wurde auch eine PDF-Datei auf die Seite gestellt, die für jedermann einsehbar ist. Dass das keiner der Verantwortlichen gemerkt hat, ist mir ein Rätsel.»

Im RADIO TOP-Interview versucht Stadtschreiber Ansgar Simon die Panne zu erklären. Ob es Stress oder Nachlässigkeit war, kann er nicht sagen. 

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