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Kroatien steht im WM-Final gegen Frankreich

Kroatien hat sich erstmals für einen WM-Final qualifiziert. Die Kroaten setzten sich gegen England nach Verlängerung mit 2:1 durch und spielen am Sonntag gegen Frankreich um den Titel. Der entscheidende Treffer im zweiten Halbfinal gelang Mario Mandzukic in der 109. Minute.

11.07.2018 / 22:39 / von: sap/sap
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Der kroatische Jubel ist gross (Bild: Screenshot SRF)

Der kroatische Jubel ist gross (Bild: Screenshot SRF)

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Was die Genration von Zvonimir Boban vor zwei Dekaden nicht geschafft hat, ist nun Tatsache. 20 Jahre nach der Doublette von Frankreichs Lilian Thuram können sich die Kroaten am Sonntag im Moskauer Luschniki-Stadiontempel im Endspiel gegen Les Bleus (17 Uhr) für das damalige Halbfinal-Drama revanchieren.

Die kroatische WM-Story ist ein mittleres Wunder - nichts anderes. Eine Nation mit etwas mehr als vier Millionen Einwohnern, ein Land mit verhältnismässig überschaubaren Fussball-Ressourcen, aber beseelt von der früheren jugoslawischen Ballkünstler-Vergangenheit spielt erstmals in seiner knapp 26-jährigen Verbandsgeschichte um den prestigeträchtigsten WM-Titel aller Teamsportarten.

Mittendrin steht einer, der bis im März 2007 das Leibchen der Schweizer U21-Auswahl getragen hat und beim FC Basel ausgebildet worden ist: Ivan Rakitic, ab seit dem letzten WM-Sommer in Barcelona zum Weltstar aufgestiegen. Zusammen mit Modric, Torschütze Perisic und Co. führte der Mittelfeldspieler die in der zweiten Hälfte teilweise berauschenden Kroaten zum grössten Coup der Balkan-Republik.

Eine Sondernote ist auch der Coach der Final-Debütanten wert. Zlatko Dalic, während Jahren in den Vereinigten Arabischen Emiraten beschäftigt, galt im Turniervorfeld als klassischer No-Name. Der weitgehend Unbekannte steht erst seit den jüngsten Unruhen innerhalb des Teams im letzten Herbst an der Spitze - und er führte die vorübergehend schlingernde Equipe via Playoffs ungeschlagen ins letzte Spiel der Endrunde.

Für England hingegen endete der Traum von der Rückkehr an die internationale Spitze. Die jüngste Stammformation des Turniers bezahlte in der wichtigsten Partie seit 1990 für ihren zu frühen Rückzug nach dem brillanten Auftakt mit dem wunderbaren Freistosstor Trippiers (5.) einen hohen Preis; sie liess gegen einen leidenschaftlichen, aber nicht höher dotierten Kontrahenten den Umschwung zu und sich in der 109. Minute endgültig abdrängen.

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