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Wahlkrimi in Wetzikon: «Dieses Resultat ist eine Seltenheit»

Die Stadträtin Esther Schlatter von der GLP hat die Wiederwahl verpasst. Pascal Bassu von der SP liegt hauchdünn vor Schlatter. Daher muss ein zweiter Wahlgang entscheiden.

23.04.2018 / 11:35 / von: rwa
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Der GLP-Stadträtin Esther Schlatter wurde das Teil-Ressort Energie entzogen. (Bild: esther-schlatter.ch)

Der GLP-Stadträtin Esther Schlatter wurde das Teil-Ressort Energie entzogen. (Bild: esther-schlatter.ch)

v.l.n.r: Pascal Bassu (SP), Bigi Obrist (AW), Stefan Nägeli (Ruedi Rüfenacht (EVP) und Heinrich Vettiger (SVP). (Bild: RADIO TOP)

v.l.n.r: Pascal Bassu (SP), Bigi Obrist (AW), Stefan Nägeli (Ruedi Rüfenacht (EVP) und Heinrich Vettiger (SVP). (Bild: RADIO TOP)

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Nur gerade eine Stimme mehr als Esther Schlatter hat Pascal Bassu von der SP erhalten. Und auch die Kandidaten Christoph Wachter von der SP und Brigitte Obrist von der AW liegen nur hauchdünn dahinter. Die vier Kandidaten trennen gesamthaft nur 27 Stimmen. Daher gibt es im Juni einen zweiten Wahlgang. Alle anderen bisherigen Stadträte sind wiedergewählt.

Auch für Politologe Georg Lutz ist das Wahlresultat von Wetzikon speziell: «Dass gleich vier Kandidaten so eng beieinander liegen, habe ich noch nie erlebt.» Ähnlich spannend sei es bis jetzt nur in Winterthur gewesen. Dort hat bei der Stadtrats-Ersatzwahl vor 17 Jahren eine Stimme den Unterschied zugunsten von SP-Kandidatin Pearl Pedergnana ausgemacht. Das Nachsehen hatte SVP-Kandidat Jürg Stahl.

RADIO TOP schaut nochmals mit einem Politologen auf das knappe Wahlresultat:

Audio

Auch im Kampf ums Stadtpräsidium muss in Wetzikon ein zweiter Wahlgang entscheiden. Ruedi Rüfenacht von der EVP verpasste das Absolute Mehr. Er erhielt aber deutlich mehr Stimmen als sein Herausforderer und Stadtratskollege Heinrich Vettiger von der SVP.

TELE TOP Beitrag zu den Wahlen in Wetzikon:

Video

 

Im Gemeinderat gibt es einen leichten Rechts-Rutsch. Die SVP gewinnt auf Kosten der GLP einen Gemeinderatssitz dazu und bleibt damit mit neun Sitzen klar stärkste Kraft.

Die Kandidierenden haben sich im Lunch-Talk den Fragen von TELE TOP gestellt. 

Im Vorfeld des Wetziker Walkampfs hat vor allem die Affäre rund um Stadträtin Esther Schlatter für Furore gesorgt. Der Stadtrat hat der GLP-Stadträtin kurz vor Weihnachten ihr Teil-Ressort Energie entzogen. Schlatter hatte sich mit ihren Angestellten von Stadtwerk verkracht. Gegen den Stadtratsentscheid hat sie beim Bezirksrat Hinwil Beschwerde eingereicht. Der Bezirksrat hat die Beschwerde allerdings abgelehnt und den Ressort-Entzug als berechtigt bezeichnet. Schlatter selbst glaubt, dass der Schritt politisch motiviert war, um ihre Abwahl einzuleiten.

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