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Falscher Kripo-Chef: Kantonspolizei verhaftet Telefonbetrüger

Ein dreister Telefonbetrüger hat sich als Chef der Kriminalpolizei ausgegeben und wollte so einer 83-jährigen Frau in Uitikon Waldegg 200'000 Franken abknöpfen. Die richtige Polizei konnte den Mann am Dienstag verhaften.

06.12.2017 / 14:41 / von: mle/sda
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Falscher Kripo-Chef: Kantonspolizei verhaftet Telefonbetrüger. (Bild: Symbolbild / Pixelio.de / Rainer Sturm)

Falscher Kripo-Chef: Kantonspolizei verhaftet Telefonbetrüger. (Bild: Symbolbild / Pixelio.de / Rainer Sturm)

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Der Mann hatte sich am Montagvormittag mehrmals telefonisch bei der Rentnerin gemeldet: Seine Ermittlungen hätten ergeben, dass es unbekannte Täter auf ihr Vermögen abgesehen hätte, warnte der vermeintliche Kripo-Chef die Frau.

Ihr Geld sei auch auf der Bank nicht sicher - denn vermutlich würden einige Bankangestellte mit den Tätern zusammenarbeiten, führte der Anrufer weiter aus. Sie soll doch ihr Geld und ihre Wertgegenstände in einen Sack packen und diesen vor ihrer Wohnungstüre deponieren. Die Polizei hole diesen dann ab und verwahre ihn sicher auf.

Die 83-Jährige glaubte dem falschen Polizisten. Dies unter anderem auch deshalb, weil sie am Dienstag zudem einen Anruf von einer angeblichen Staatsanwältin erhalten hatte, welche alle Aussagen des Kripo-Chefs bestätigte. Die Rentnerin nahm aber auch Kontakt mit ihrem Sohn auf, der sogleich die Kantonspolizei Zürich informierte.

Als der falsche Kripo-Chef den Sack mit Wertgegenständen in Höhe von rund 200'000 Franken abholen wollte, wurde er verhaftet. Laut einer Medienmitteilung der Kantonspolizei Zürich handelt es sich um einen 36-jährigen Türken, der in Deutschland wohnt. Er wird nun der Staatsanwaltschaft übergeben.

Laut Mitteilung sind der Kantonspolizei in den vergangenen Tagen mehrere Telefonbetrugsfälle gemeldet worden. Sie rät zu einem gesunden Misstrauen und hält fest, dass «die Polizei nie grössere Bargeldsummen verlangt, erst recht nicht telefonisch».

In Schaffhausen hat ein falscher Polizist kürzlich eine Rentnerin um mehrere zehntausend Franken gebracht.

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