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Sonntagsverkauf an frequentierten ÖV-Haltestellen

Kommen pro Tag mehr als 15'000 Leute an einer ÖV-Haltestelle vorbei, gilt sie als «Terminal des öffentlichen Verkehrs». Läden die an so einem Terminal stehen, dürfen dann auch sonntags geöffnet haben, wenn sie gewisse Anforderungen erfüllen.

12.10.2017 / 16:29 / von: mle
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Das Bellevue in Zürich ist ein solches Terminal. (Bild: Screenshot / google maps)

Das Bellevue in Zürich ist ein solches Terminal. (Bild: Screenshot / google maps)

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Sonntagsverkäufe sind in der Schweiz immer noch eher die Ausnahme als die Regel. Unter gewissen Umständen dürfen Läden, welche an grösseren öffentlichen Plätzen gelegen sind, nun auch am Sonntag geöffnet haben, wie die Zeitung «Lokalinfo» schreibt. Bislang mussten die Shops immer einen SBB- oder Tankstellenanschluss haben. Mit der neuen Regelung bedarf es nicht einmal mehr einer Bewilligung, vorausgesetzt der Shop erfüllt gewisse Bedingungen und er steht an einem sogenannten Terminal. 

Seit einigen Wochen ist am Hardplatz in der Stadt Zürich ein Avec-Shop auch sonntags offen. Wie die Zeitung «Lokalinfo» schreibt, erfüllen der Hardplatz aber auch Orte wie das Bellevue, das Central oder der Sternen Oerlikon die Voraussetzungen für einen Sonntagsverkauf. 

Der Präsident der Stadtzürcher FDP, Severin Pflüger findet es grundsätzlich gut, dass die Stadt Zürich dem Gewerbe gegenüber offen ist, sieht jedoch auch die Nachteile: 

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Deshalb müsse das zusammen mit dem betroffenen Gewerbe diskutiert werden. Denn der Fraktionspräsident der Stadtzürcher AL, Andreas Kirstein ist ganz anderer Meinung - Einkaufsmöglichkeiten am Sonntag gebe es jetzt schon genug: 

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Die Ausweitung sei nur für das grosse Gewerbe gut und setze die kleinen Läden unter Druck. Ausserdem würde die Familienzeit noch kürzer kommen als ohnehin schon. 

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