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Spitäler in Zürich und St.Gallen gebüsst

Das Kantonsspital St.Gallen und das Universitätsspital Zürich haben fehlerhaftes medizinisches Material gekauft. Weil sie das nicht der Heilmittelbehörde Swissmedic gemeldet haben, müssen sie je 5'000 Franken Busse bezahlen.

13.01.2018 / 08:26 / von: sap
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Die Spitäler haben zum Beispiel rostige Kanülen (hier: Aufsatz vorne an Spritze) gekauft (Bild: wikipedia.org/Armin Kübelbeck unter Creative Commons)

Die Spitäler haben zum Beispiel rostige Kanülen (hier: Aufsatz vorne an Spritze) gekauft (Bild: wikipedia.org/Armin Kübelbeck unter Creative Commons)

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Die Kliniken haben auf schwerwiegende Weise ihre Meldepflicht verletzt, berichtet der «Tagesanzeiger». Sie hätten jahrelang fehlerhafte Medizinprodukte gekauft. So sei beispielsweise im Universitätsspital Zürich Rost aus einer Kanüle gelaufen, die für Herz-Operationen bei Babys verwendet wird. Andere waren verbogen oder hatten Metallspäne drauf.

Die Missstände haben die Spitäler nicht an Swissmedic gemeldet. Für solche Fälle gilt jedoch eine gesetzliche Meldepflicht. Die Behörden sind den Spitälern auf die Schliche gekommen, da sie bei einer Hausdurchsuchung in einer Zuger Firma für Medizinprodukte auf E-Mails gestossen sind, in welchen die Spitäler die Mängel beklagten.

Die Spitäler müssen eine Busse von 5'000 Franken bezahlen. Im Wiederholungsfall droht eine Busse von 50'000 Franken.

Die Spitäler geben zu, dass sie die Meldepflicht verletzt haben. Um ähnliche Fälle in Zukunft zu verhindern, setzen sie auf bessere Schulung des Personals und verstärkte Kontrollen.

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