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Spital-Personal unterschätzt Grippe-Impfung

Das Pflegepersonal von Spitälern glaubt nicht an die positive Wirkung von Impfungen bei Grippe-Wellen. Dies geht aus einer Studie des Kantonsspitals St.Gallen und des Universitätsspitals Basel hervor.

11.01.2018 / 06:01 / von: sap
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Symbolbild: pixabay.com/dfuhlert

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Im Universitätsspital Zürich lassen sich nur 15 Prozent des Pflegepersonals gegen die Grippe impfen. Im Universitätsspital Basel sind es 25 Prozent und im Inselspital in Bern 36 Prozent. Um den Schutz der Patienten vor der Grippe zu gewährleisten, wäre laut den Empfehlungen aber eine Impf-Quote von 80 Prozent beim Pflegepersonal nötig.

Die Studie hat laut dem «Landboten» auch aufgezeigt, weshalb sich das Pflegepersonal nicht freiwillig impfen lässt. In erster Linie werde die Bedeutung der Grippe-Impfung für den Schutz der Patienten unterschätzt. Das Pflegepersonal sei für die Aufklärungskampagnen nicht sehr empfänglich. Hinzu komme auch eine gewisse Trotzreaktion. Der Druck, der in Sachen Grippe-Impfung in den vergangenen Jahren aufgekommen sei, führe dazu, dass die Grippe-Impfung beim Pflegepersonal zum Tabuthema geworden sei. Wenn Druck ausgeübt werde, führe das zu Widerstand.

Um dem Trend entgegenzuwirken raten die Studienautoren den Spitälern, wieder offener über die Grippe-Prävention mit den Mitarbeitern zu reden. Der Patientenschutz hänge hier stark mit der Teamkultur in den Spitälern zusammen.

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