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Stadt Zürich testet den selbstfahrenden Elektro-Bus «Self-e»

Die Zürcher Verkehrsbetriebe (VBZ) testen die Zukunft: Nach verschiedenen anderen Schweizer Städten startet nun auch Zürich einen Versuch mit einem selbstfahrenden Bus. Der Bus ist eine Leihgabe der VBSH.

07.02.2018 / 13:32 / von: vdi/sda
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Das ist «Self-e»... (Bild: RADIO TOP / Sandro Peter)

Das ist «Self-e»... (Bild: RADIO TOP / Sandro Peter)

... der selbstfahrende Bus (Bild: RADIO TOP / Sandro Peter)

... der selbstfahrende Bus (Bild: RADIO TOP / Sandro Peter)

Mit einem Gamepad wird der Bus gesteuert (Bild: vbzonline.ch)

Mit einem Gamepad wird der Bus gesteuert (Bild: vbzonline.ch)

Die Sensoren am Heck (Bild: vbzonline.ch)

Die Sensoren am Heck (Bild: vbzonline.ch)

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Die VBZ versprechen sich vom Test einerseits Rückschlüsse auf die aktuellen technischen Möglichkeiten im Bereich des automatisierten Fahrens, andererseits sollen betriebsintern Erfahrungen für den späteren Betrieb von autonomen Fahrzeugen gesammelt werden.

So sollen die VBZ-Mitarbeiter den Shuttle während den Betriebszeiten benutzen, um die Technik kennenzulernen. «Das Personal soll aktiv erleben, wie der Bus funktioniert», sagte Andreas Uhl, Leiter Unternehmensstab und Leiter Innovationsmanagement VBZ, am Mittwoch vor den Medien.

Zudem wird der Testbetrieb von Workshops begleitet, in denen sich die Mitarbeiter mit der Frage befassen, welche Auswirkungen die neue Technologie auf die Mobilität der Zukunft haben könnte und wie sich die VBZ diesen Herausforderungen stellen kann.

Die VBZ haben sich denn auch ein Jahresziel 2018 gesetzt: «Es liegen konkrete Erkenntnisse zum Potenzial von autonomen Fahrzeugen bei der VBZ vor.»

Denn für Uhl ist klar: Der ÖV steht vor einer grosser Umwälzung. «Der Schritt ist ähnlich gross wie vom Pferd zum Auto», sagte er. Man wolle nun aber die Augen nicht auf die Gefahren, sondern auf die Chancen richten. Laut Uhl sind die selbstfahrenden Fahrzeuge eine neue Produktklasse, die in den nächsten Jahren kommt. «Wir garantieren, dass wir dann präsent sind», sagte er.

«Self-e», der so genannt wird, weil er selbstfahrend ist und einen rein elektrischen Antrieb hat, fährt vom 9. bis 23. Februar auf dem abgesperrten VBZ-Areal auf einer 1,3 Kilometer langen Strecke und bedient fünf Haltestellen - darunter auch eine Buskante. Dabei muss sich das Fahrzeug im Werkverkehr zurecht finden und die Testgeleise auf dem Areal überqueren.

Geschultes Begleitpersonal begleitet den Shuttle, der zwölf Personen Platz bietet. Sie sollen im Notfall jederzeit eingreifen können. Zwar kann sich «Self-e» dank GPS, verschiedenen Lidar-Laserscannern und Kameras orientieren und mögliche Gefahren erkennen sowie Kollisionen vermeiden - wirklich autonomes Fahren ist technisch aber noch nicht möglich.

Die VBZ konnten für den Test das Fahrzeug des «Swiss Transit Lab», das von den Verkehrsbetrieben Schaffhausen betrieben wird, ausleihen. Guido Schoch, Direktor der VBZ, betonte denn auch die Wichtigkeit der Kooperationen, auf die man angewiesen sei. So darf Schaffhausen dafür ab der kommenden Woche den «Swiss Trolley plus» der VBZ testen - den Bus, der mit Batterien fährt.

«Es geht um den ÖV der Zukunft», sagte die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP). Verkehr sei in der Stadt ein Schlüsselthema, er müsse als Gesamtsystem funktionieren. Damit der ÖV auch zukünftig seinen Beitrag leisten kann, muss er sich laut Mauch «laufend weiterentwickeln».

Die Stadt arbeitet momentan an ihrer Smart-City-Strategie, die bis Ende 2018 abgeschlossen sein soll. Für Mauch steht das Projekt «Self-e» denn auch in einem grösseren und wichtigeren Kontext für Zürich. "Es geht um Innovation und Ausprobieren", sagte sie.

Sie kann sich vorstellen, dass selbstfahrende Busse zukünftig beispielsweise bei Quartierbuslinien zum Einsatz kommen, die unter Druck sind - also nur wenige Fahrgäste haben oder nicht rentabel sind.

 

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