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Vorsicht bei Gemüse aus Asien und Olivenöl in Restaurants

Das Kantonale Labor Zürich hat im vergangenen Jahr über 19’000 Lebensmittel und Haushaltsgegenstände untersucht. Fast jedes zwölfte untersuchte Lebensmittel hat nicht den Vorgaben entsprochen. Besonders problematisch ist Gemüse aus Asien.

12.06.2018 / 10:17 / von: vbu
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Vorsicht bei Gemüse aus Asien und Olivenöl in Restaurants (Symbolbild: pixabay.com)

Vorsicht bei Gemüse aus Asien und Olivenöl in Restaurants (Symbolbild: pixabay.com)

Betrachtung von Keimkolonien auf einer Selektivplatte (Bild: Kantonales Labor Zürich)

Betrachtung von Keimkolonien auf einer Selektivplatte (Bild: Kantonales Labor Zürich)

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Bei den gut 19‘000 Kontrollen wurden laut Mitteilung des Labors 48’500 Analysen durchgeführt. Untersucht wurden sämtliche Arten von Lebensmitteln: Von industriell hergestellten Erzeugnissen aus Grossbetrieben bis zu Frischprodukten am Imbissstand. Mit rund 7000 Proben pro Jahr wird das Trinkwasser besonders intensiv geprüft. Hinzu kommt fast alles, was im Haushalt zusätzlich zu finden ist, etwa Verpackungen, Kosmetika, Kinderspielwaren und Textilien.

Von den 18’500 lebensmittelrechtlich beurteilten Proben wichen demnach 8,5 Prozent von den gesetzlichen Vorgaben ab.

Als besonders problematisch hat sich dabei Gemüse aus Asien erwiesen: Dreiundzwanzig aller auf Pestizidrückstände untersuchten Proben – vorwiegend Gemüse aus Asien – wiesen so hohe toxikologisch problematische Rückstandsmengen auf, dass sogar Grenzwerte bzw. die akuten Referenzdosen überschritten waren. Diese Proben müssen als gesundheitsschädigend und nicht zum Verzehr geeignet beurteilt werden, so das Labor. Vorrätige Ware wurde aus dem Verkehr gezogen und vernichtet. In allen Fällen erfolgte Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft.

Im Jahresbericht des Labors wird aber auch explizit das Olivenöl auf Tischmenagen in Restaurants erwähnt: In vielen Restaurants steht eine Flasche Olivenöl auf dem Tisch, damit Gäste den Salat selber nach Gusto zubereiten können. Von 14 untersuchten Olivenölen wies jedoch die Hälfte eine erhöhte Peroxidzahl und teilweise auch erhöhte Absorptionswerte der UV-Spektroskopie auf. Diese Ergebnisse zeigten, dass bei diesen Olivenölen durch den Einfluss von Luftsauerstoff und Licht bereits ein oxidativer Verderbnisprozess eingesetzt hatte. Sie entsprachen so nicht mehr der angepriesenen Qualität. Den Gastronomen empfehlen die Kontrolleure,  die Lagerung des Olivenöls bei Nichtgebrauch zu verbessern. 

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