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Zürcher Regierungsrat Markus Kägi tritt zurück

Die Zürcher SVP wird im kommenden Frühling mit Finanzdirektor Ernst Stocker und mindestens einem neuen Kandidaten in den Wahlkampf steigen: Baudirektor Markus Kägi stellt sich nach zwölf Jahren nicht mehr für eine weitere Legislatur zur Verfügung.

11.07.2018 / 16:00 / von: mle/sap/sda
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Der Zürcher SVP-Regierungsrat Markus Kägi hat am Mittwoch an einer Medienkonferenz seinen Rücktritt verkündet. (Bild: svp.ch / Fotomontage RADIO TOP)

Der Zürcher SVP-Regierungsrat Markus Kägi hat am Mittwoch an einer Medienkonferenz seinen Rücktritt verkündet. (Bild: svp.ch / Fotomontage RADIO TOP)

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Kägi gab seinen Entscheid, auf eine neuerliche Kandidatur zu verzichten, am Mittwochnachmittag in Zürich bekannt. Nach zwölf Jahren sei genug, sagte der 64-Jährige vor den Medien.

Er wisse nicht, wie es ohne Politik sein werde. Schliesslich seien die Regierungsjahre nur die Krönung eines langen politischen Weges gewesen. So besuchte er mit 20 seine erste Gemeindeversammlung und startete seine «politische Ochsentour» 1978, als er als 24-Jähriger in die Rechnungsprüfungskommission seiner Wohngemeinde gewählt wurde.

Markus Kägi über seinen Rücktritt im Interview mit RADIO TOP:

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Es sei ein Privileg gewesen, die Arbeit in der Regierung ausüben zu dürfen, sagte Kägi weiter. Jetzt freue er sich aber darauf, ab dem kommenden Mai wieder selber über seine Agenda bestimmen zu können,

Mit welcher Kandidatin oder welchem Kandidat die SVP Kägis Sitz verteidigen will, ist noch offen. In Partei- und Medienkreisen kursieren als mögliche Bewerber insbesondere Namen von Personen, die derzeit in Bern aktiv sind. So werden etwa Nationalrätin Natalie Rickli oder Nationalrat Jürg Stahl ins Spiel gebracht.

Parteipräsident Konrad Langhart wollte sich noch nicht auf mögliche Bewerber festlegen: Das Anforderungsprofil und die Kandidatensuche sei Sache einer Findungskommission, die Alt-Nationalrat Max Binder zusammensetzen und präsidieren werde.

Am 11. September werden die Delegierten dann entscheiden, mit wem die SVP ins Rennen steigen wird. Klar ist, dass Finanzdirektor Ernst Stocker dabei ist. Der 63-Jährige hatte bereits früher bekannt gegeben, dass er für eine weitere Legislatur zur Verfügung stehe.

Am Mittwoch bekräftigte er dies trotz der «anspruchsvollen Querschnittsaufgabe» und dem «steten Kampf um die Finanzen»: Er fühle sich in der Finanzdirektion wohl, und er wisse, wie es gehe - er sei bereit, vier Jahre weiter zu machen.

Ob die SVP wieder mit einem Zweierticket antreten wird oder gar mit drei Kandidaten, liess Parteipräsident Langhart noch offen. Das werde sich in den kommenden Wochen weisen. Es gelte auch noch abzuwarten, welche Entscheide die anderen Parteien treffen.

Mit Kägis Verzicht ist nun die Ausgangslage für die Erneuerungswahlen vom 24. März 2019 klar: In der siebenköpfigen Regierung werden zwei Sitze frei. Neben Kägi wird auch Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger (FDP) nicht mehr antreten.

Die weiteren Regierungsräte wollen in der Legislatur 2019/2023 weiterregieren. Neben Finanzdirektor Stocker (SVP) sind dies Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP), Bildungsdirektorin Silvia Steiner (CVP), Justizdirektorin Jacqueline Fehr (SP) und Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP).

Neben den bisherigen Parteien werden auch weitere Parteien - sowie einige Einzelfiguren - ihre Ansprüche geltend machen. So dürften Grüne und GLP ebenfalls noch ins Rennen steigen. Die EDU hat bereits ihren Präsidenten Hans Egli nominiert. Dessen Kandidatur gilt angesichts des EDU-Wähleranteils von unter 3 Prozent aber als nicht besonders chancenreich.

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