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«acrevis invest» vom 10. August 2018

OC Oerlikon, Vifor und Zürich Insurance präsentierten erfreuliche Halbjahreszahlen. Zudem erläutert Alessandro Sgro, wie sich der Schweizer Aktienmarkt im zweiten Halbjahr entwickeln könnte.

10.08.2018 / 18:10 / von: sbo
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Im Interview: Alessandro Sgro, Private Banking Experte

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Nach einem eher durchzogenen ersten Halbjahr hat der Schweizer Aktienmarkt just zu Beginn des Starts ins zweite Halbjahr stark zugelegt. Geht das so weiter?

Der SMI hat diese Woche sogar erstmals seit sechs Monaten wieder über der Marke von 9'200 Punkten geschlossen. Der wesentliche Grund liegt in den sehr guten und soliden Halbjahreszahlen der Unternehmen. Die Berichtssaison ist zum Teil deutlich besser als erwartet ausgefallen. Insgesamt ist das Umfeld für Aktienanlagen nach wie vor gut. Die Wirtschaft läuft und die Frühindikatoren sind immer noch im Wachstumsbereich.

Welche Unternehmen sind denn diese Woche speziell aufgefallen?

Am Schweizer Aktienmarkt fielen diese Woche unter anderem OC Oerlikon, Zurich Insurance oder Vifor positiv auf. Der Industriekonzern OC Oerlikon setzte seinen Wachstumskurs im zweiten Quartal fort. Für das Gesamtjahr wird das Management optimistischer und hebt den Ausblick an. Der Versicherer Zurich Insurance meldete gestern ebenfalls ein sehr gutes Ergebnis. Auch das Pharmaunternehmen Vifor hat die Marktschätzungen mit seinen Halbjahreszahlen deutlich übertroffen.

Haben sich diese guten Zahlen in einem Kursfeuerwerk widerspiegelt?

Die Aktie von OC Oerlikon lag nach Eröffnung zwischenzeitlich über 11 Prozent im Plus, gab aber bis Börsenschluss wieder nach und schloss mit einem Plus von 3.1%. Die Reaktion bei Eröffnung war sicher etwas übertrieben und führte in der Folge zu Gewinnmitnahmen. Gewinnmitnahmen gab es auch bei Vifor. Das ist auch verständlich. Die Aktie hat in diesem Jahr bereits gut 50 Prozent zugelegt.

Spielt da der Handelskonflikt auch eine Rolle?

Der andauernde Handelskonflikt spielt sicher auch eine Rolle und verunsichert immer wieder. Gerade diese Woche wurden per Ende August von den USA aus wieder neue Zölle auf chinesische Produkte verhängt. China reagierte prompt und machte seinesgleichen auf amerikanische Produkte. So ist es verständlich, dass einige Anleger ihre Gewinne ins Trockene bringen möchten.

Das Geld nur auf dem Konto zu lassen scheint langfristig aber auch keine Lösung zu sein?

Nein und das muss es auch nicht. Es ergeben sich immer wieder Kaufgelegenheiten. Gerade wenn die Verunsicherung aufgrund des Handelskonflikts wieder steigt. Die Titelselektion ist dabei entscheidend.

Das Risiko, dass der Handelskonflikt vielleicht die Wirtschaft doch härter treffen könnte besteht aber?

Das Risiko besteht. Es ist aber sehr schwierig die langfristigen Konsequenzen des Handelskonflikts einzuschätzen. Auch weil Trumps Politik sehr unberechenbar ist. Gespannt werden die Verantwortlichen der Pharmaunternehmen nächste Woche in die USA schauen oder hören. Denn Trump hat angekündigt sich dann zu den Medikamentenpreisen zu äussern.

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