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SBB planen auf Zürcher Neugasse-Areal mehr günstige Wohnungen

Die SBB wollen auf ihrer Überbauung Neugasse in Zürich mehr günstigen Wohnraum schaffen als ursprünglich geplant. Grund dafür ist eine städtische Volksinitiative, die den Kauf des SBB-Areals an zentraler Lage durch die Stadt verlangt.

12.07.2018 / 15:25 / von: mle/sda
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Eine eingereichte Volksinitiative fordert die Stadt auf, das SBB-Areal im Kreis 5 zu kaufen. (Screenshot: google maps)

Eine eingereichte Volksinitiative fordert die Stadt auf, das SBB-Areal im Kreis 5 zu kaufen. (Screenshot: google maps)

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Nach den ursprünglichen SBB-Plänen sollte eine Genossenschaft ein Drittel der 375 geplanten Wohnungen im Baurecht erstellen und günstig vermieten. Neu soll ein weiteres Drittel mit «preislich limitierten» Mieten angeboten werden, wie SBB- und Stadtvertreter am Donnerstag an einer Medienkonferenz in Zürich bekannt gaben.

Heute steht auf dem Neugasse-Gelände im Stadtzürcher Kreis 5 eine Reparaturwerkstatt, die gegenwärtig noch genutzt, in einigen Jahren aber nicht mehr benötigt wird. Auf den 29'000 Quadratmetern wollen die SBB für rund 140 Millionen Franken Wohnungen (75 Prozent) und Raum für Gewerbe und Ähnliches (25 Prozent) schaffen.

Zu wenig, fand der Verein Noigasse. In seiner Initiative «Eine Europaallee genügt» verlangt er, dass die Stadt Zürich das Gelände erwirbt und darauf gemeinnützigen Wohnraum schafft.

Für die SBB steht ein Verkauf jedoch nicht zur Diskussion, wie Immobilienchef Jürg Stöckli sagte. Ein Verkauf sei nicht nachhaltig und widerspreche auch der Strategie, dass die SBB mit Immobilienerträgen unter anderem die Bahninfrastruktur mitfinanzieren solle.

Als limitierter Mietpreis gilt laut SBB eine 3,5-Zimmer-Wohnung mit 75 Quadratmetern Fläche für rund 1850 Franken pro Monat. Unklar ist, wie lange die SBB die Wohnungsmieten unter dem Marktniveau halten muss. Das wird noch verhandelt.

Die Initianten räumten in einer Reaktion zwar «Fortschritte» ein. Für sie sind die «preislich limitierten Mieten» als Begriff aber zu schwammig. Der Ball liegt nun beim Gemeindeparlament, das über den Kompromiss befinden muss. Eine Abstimmung bleibt möglich. Weil die SBB aber nicht verkaufen wollen, bliebe ein Ja ohnehin folgenlos.

TELE TOP hat die beiden Parteien zu Wort gebeten: 

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